Mönche streuen Sandmandala

Acht Mönche aus dem Himalaja sind zu Besuch im buddhistischen Zentrum in Kreuzlingen. Im Rahmen der Woche der Religionen begannen sie gestern mit der Gestaltung eines Mandalas aus farbigem Sand.

Annina Flaig
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KREUZLINGEN. Die Mönche sitzen um das fünffarbige Pulver aus fein gemahlenem Stein. Einige Zuschauer warten gespannt auf die filigrane Gestaltung des Sandmandalas. Doch wer es pressant hat, ist hier falsch. Denn bevor die Mönche beginnen, weihen sie den Ort, rezitieren Gebete und lassen ein Kraftfeld entstehen.

Die Mönche kommen aus Ladakh in Indien. Sie sind auf Europatournée und wurden vom buddhistischen Zentrum Kreuzlingen auf einen Besuch eingeladen. «Wir haben den Besuch so terminiert, dass er in die schweizweit stattfindende Woche der Religionen fällt», sagt Bergit Fischer vom buddhistischen Zentrum. Neben des Buddhismus sind in Kreuzlingen Veranstaltungen des Islams und des Judentums geplant (siehe Kasten). Der Gregorianische Choralgesang des Christentums hat am Wochenende stattgefunden. Organisiert wird die Woche vom Runden Tisch. Mit dabei sind die evangelische und katholische Kirchgemeinde, der albanische und türkische Moscheeverein, das buddhistische Zentrum sowie Stadt und Schule Kreuzlingen. «Ziel ist es, dass Begegnungen von Menschen unterschiedlicher Religionen möglich werden», erklärt Koordinatorin Susanne Dschulnigg.