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Moderne Version einer antiken Geschichte

Am Samstagabend gastierte der Adonia-Teens-Chor in der Mehrzweckhalle in Berg. Die Dernière ihrer Musical-Tournée begeisterte das Publikum und die jugendlichen Akteure gleichermassen. Darin erzählen sie die fast 3000 Jahre alte Geschichte des Propheten Elia.
Monika Wick
Der Adonia-Teens-Chor singt von den Abenteuern Elias – rechts: König Ahab und seine Frau Isebel. (Bild: Monika Wick)

Der Adonia-Teens-Chor singt von den Abenteuern Elias – rechts: König Ahab und seine Frau Isebel. (Bild: Monika Wick)

BERG. Welcher ist der wahre Gott? Um diese Frage dreht sich alles im neusten Musical des Adonia-Teens-Chor. Elia, der Hauptperson der fast dreitausend Jahre alten biblischen Geschichte, widmeten die siebzehn Adonia-Teens-Chöre ihr diesjähriges Musical. Einer der Chöre, der vorwiegend aus Jugendlichen aus dem Kanton Thurgau besteht, gastierte am Samstagabend in der Mehrzweckhalle in Berg und lockte Hunderte von Interessierten an.

Alles singt schweizerdeutsch

Schon die ersten Takte lassen erahnen, dass auf der Bühne keine verstaubte, altertümliche Legende erzählt wird. Die ebenfalls aus jungen Leuten bestehende Live-Band entlockt ihren Instrumenten moderne, poppige Melodien, in die der Chor mit inbrünstigem Gesang in schweizerdeutscher Sprache einsetzt. Einzelne Passagen werden von tollen Solisten gesungen oder mit Tanzeinlagen untermalt.

Für grosse Erheiterung sorgen auch diejenigen Szenen, die von Schauspielern dargestellt wurden, die für ihre Ausführungen zeitgemässe Ausdrücke wie «mega», «Burn-out» oder «Win-win-Situation» verwendeten.

Solche Ausdrücke gab es bei der ursprünglichen Geschichte von Elia wohl kaum. Der Prophet und Botschafter hat etwa 900 v. Chr. laut der Überlieferung von Gott den Auftrag erhalten, Israels König Ahab und dessen machtbesessene Gattin Isebel mit ihrer unmoralischen Politik und ihrer Abwendung vom Gott Israels zu konfrontieren. Es kommt zur Auseinandersetzung zwischen Elia und Propheten der kanaanäischen Gottheit Baal. Die Frage, welcher nun der wahre Gott ist, steht im Raum.

Proben während dreier Tage

Einstudiert haben die Jugendlichen das Programm, inklusive den selbständigen Auf- und Abbau von Bühnenbild und Technik, während dreier Tage in Weinfelden. Den Rest der Campwoche verbrachten sie auf Konzertournée, die sie von Steinach über Romanshorn und Aadorf bis zur Dernière nach Berg führte.

Zuhörerin Katharina Hossli zeigte sich begeistert vom Konzert. «Meine Tochter hat mitgesungen», erklärte die Bergerin. Neben ihrer Tochter nahm sie nach dem Konzert drei weitere Kinder mit nach Hause. Sie unterstützte die Adonia-Teens-Tournée als Gastmutter. Die 17jährige Jasmin Zürcher hat zum ersten Mal im Chor gesungen. «Es war eine unglaubliche Erfahrung, die wahnsinnig emotional war», sagte die Erlerin, die sich für das nächste Jahr bereits wieder angemeldet hat.

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