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Mocmocs Herz schlägt wieder

ROMANSHORN. Vor drei Monaten hatte ein Lastwagenfahrer beim Rangieren nicht aufgepasst. Er prallte in den Sockel des Romanshorner «Wahrzeichens». Heute steht Mocmoc wieder: Repariert, gelb, wie neu und bald mit Blinklicht.
Roger Häni
Der Sockel ist wieder an seinem alten Platz, Mocmoc selbst ist auf dem Weg dahin. (Bild: Reto Martin)

Der Sockel ist wieder an seinem alten Platz, Mocmoc selbst ist auf dem Weg dahin. (Bild: Reto Martin)

In ein bis zwei Wochen werde Mocmocs Herz wieder zu schlagen beginnen, kündigt Joh van der Bie, der Geschäftsleiter des EW Romanshorn, an. Im Zusammenhang mit der fälligen Reparatur des Sockels hat sich das 2003 geschaffene Denkmal einer regelrechten Frischzellenkur unterzogen.

Gestern im Morgengrauen haben Mitarbeiter der Tobias Lenggenhager AG St. Gallen damit begonnen, das gelbe Fabelwesen wieder an seinem angestammten Platz beim Bahnhof aufzubauen. Das EW habe im Mocmoc zwei neue, energiesparende LED-Scheinwerfer installiert, sagt Joh van der Bie.

Jetzt müsse nur noch die Steuerung in ein neues Gehäuse gepackt werden, dann werde Mocmocs Herzschlag nach langem Stillstand wieder zu sehen sein; als Blinklicht, womöglich sogar noch etwas heller als einst und immer dann, wenn die öffentliche Beleuchtung in Romanshorn eingeschaltet ist.

Komplizierte Reparatur

Die Projektleitung der Reparatur und Sanierung hatte die Kunstgiesserei St. Gallen inne, die schon bei der Erstellung des Mocmoc massgeblich mitwirkte.

«Gewisse Arbeiten haben wir aus terminlichen Gründen abgegeben», sagt Kurt Ruess von der Kunstgiesserei. Die Metallarbeiten an die Tobias Lenggenhager AG, die Spritzarbeiten an Böhler Arbon.

Die doch recht lange Dauer der Reparatur nach dem Abtransport im Dezember begründet Ruess auch mit der komplizierten «Schnittstelle» zwischen Mocmoc und Sockel, also dem Übergang von Polyester zu Chromstahl.

Zwar hatte der Lastwagenfahrer bei seinem Malheur im November äusserlich nur den Sockel beschädigt, auf dem das 150 Kilo schwere Fabelwesen thront. Doch habe sich dabei auch im Inneren einiges verbogen, erklärte Rolf-Peter Saupe von der Tobias Lenggenhager AG gestern bei der ebenfalls zeitintensiven Installation an alter Stelle beim Romanshorner Bahnhof. «Mocmoc steht auf einem Rohr, und dieses Rohr hatte einen Tätsch drin.

» Sie hätten gerichtet, was es zu richten gegeben habe, und die Aussenhülle des Sockels aus Aluminiumplatten neu verklebt und zum Lackieren gegeben, sagt Saupe.

Heftige Reaktionen

Wie schon beim Abtransport erlebten die Arbeiter auch gestern viele und teils heftige Passanten-Reaktionen. Etliche sagten laut, sie könnten auf die Rückkehr des Mocmoc verzichten.

«Aber es gibt auch Leute, die Freude haben, dass er wieder da ist», fügt Saupe zur Ehrenrettung des umstrittenen gelben Kerlchens (siehe Kasten) hinzu.

Vor Weihnachten erlaubte sich die Romanshorner 1.-April-Gruppe einen Scherz, indem sie die Abwesenheit des Mocmoc nutzte, um seinen Standort mittels Kranz und Kerzen zur Grabstätte zu erklären. «Ruhe in Frieden» stand auf einer Kranzschleife, wohlwissend, dass Mocmoc wieder zurückkehren würde.

Vandalismus blieb aus

Dass es seit der Enthüllung der Touristenattraktion im September 2003 über sieben Jahre bis zur ersten Beschädigung gedauert hat, ist erstaunlich. Damals prognostizierten Skeptiker, an dieser exponierten Stelle werde bald ein Auto kollidieren oder Vandalismus betrieben.

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