Mocmoc bleibt ein Rätsel

Leuchtturm

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Kürzlich wurde ich von einer Gruppe asiatischer Touristen um ein Foto mit dem Mocmoc gebeten. Sie machten ein paar Faxen dazu, waren zufrieden mit dem Resultat und schickten es auch gleich in den Fernen Osten. Auf ihre Frage «What means the statue?» konnte ich ihnen nicht recht antworten. So habe ich zu Hause gegoogelt. Das Ergebnis: Viele Tausend Einträge. Man kann dabei die Geschichte dieses Maskottchens nachlesen, das vor 14 Jahren viel Zwietracht ausgelöst hat. Es finden sich aber auch das Rezept eines Mocmoc-Drinks oder gar ein juristisches Rechtsgutachten über die Eigentumsfreiheit bei Kunstwerken bzw. der Beschränkungen für Kunst im öffentlichen Raum.

Bedeutet also das knallgelbe Fabelwesen etwas Spezielles? Bezüge zum nahen See sind natürlich auszumachen. Aber das Horn? Es erinnert an das legendäre Einhorn, das es in der Fantasie der Menschen immer schon gab, allerdings als weisses, scheues Wesen in lichtem Wald. Ist das Horn also einfach ein Gag? Vielleicht so: Das Mocmoc-Horn ähnelt dem Horn im Wappen von Romanshorn, wo man ja auch nicht auf Anhieb merkt, dass es ein Horn ist. In einer heraldischen Abhandlung kann man nachlesen: Es ist ein altes Symbol für ein Signalhorn bei drohender Gefahr. Welche Signale das Horn des Mocmoc aussenden könnte, ist allerdings ungewiss.

Brigitt Loretan