Mobile Bühne bewegt sich nicht

ROMANSHORN. Seit vergangenem Frühling steht die Hafenbühne auf der Hafenpromenade. Sie steht Kleinkünstlern gratis zur Verfügung. Genutzt wird sie aber nur selten. Und eigentlich hätte sie den Winter über eingestellt werden sollen.

Michèle Vaterlaus
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Die Hafenbühne darf noch nicht in den Winterschlaf, aber sie hatte im Sommer ja auch nichts zu tun. (Bild: Michèle Vaterlaus)

Die Hafenbühne darf noch nicht in den Winterschlaf, aber sie hatte im Sommer ja auch nichts zu tun. (Bild: Michèle Vaterlaus)

Seit vergangenem Frühling steht die Hafenbühne. Die Thurgauer Kantonalbank hat sie gesponsert, damit sie für Leben auf dem ehemaligen Güterschuppenareal sorgt. Künstler können dort ihr Können präsentieren, spontan und ungezwungen, ohne lange Bewilligungsverfahren (siehe Kasten).

Der Vorteil der Bühne ist, dass sie mobil ist. Sie kann nach Belieben – vorausgesetzt man hat einen Hebekran – verschoben werden. Das ist auch der Grund, weshalb kein Baugesuch für die Bühne notwendig war, wie Stadtschreiber Rolf Vorburger erklärt. Während die Bühne nun seit drei viertel Jahren ohne Baugesuch auf der Hafenpromenade steht, hätte die Pfadi für Skulpturen eine Baubewilligung einholen müssen, hätte sie diese mehr als zwei Monate am selben Ort stehen lassen. Die Skulpturen waren ebenfalls mobil.

Skulpturen vs. Bühne

Vorburger erklärt den Unterschied damit, dass Skulpturen, wenn sie langfristig aufgestellt werden, sie meist mit einem Betonsockel fixiert werden. Daher wäre ein Baugesuch notwendig gewesen, hätten die Figuren länger dort gestanden. «Doch sie waren von von Beginn weg nur temporär vorgesehen.»

Wie auch die Hafenbühne. Für sie sei kein Baugesuch notwendig, weil sie nicht mit dem Boden fest verbunden ist. Deshalb war für sie angedacht, dass sie über den Winter eingestellt wird. Das ist nicht passiert. «Jeder Transport kann natürlich Schäden an der Bühne verursachen», sagt Vorburger. «Der Winter war vor den Festtagen nicht so streng. Da hat das Team der Bauverwaltung beschlossen, dass die Bühne stehen bleibt», erklärt Vorburger. «Wird sie nicht transportiert, ist das Risiko von Schäden auch geringer.» Der Wintereinbruch sei dann halt doch gekommen – unerwartet heftig. Die Bühne mit Sitzelementen steht aber immer noch auf der Hafenpromenade.

Situativ verschieben

«Ob wir sie noch einstellen, ist offen», sagt Vorburger. Fakt sei aber: «Sie ist wie ein Möbel verschiebbar. Gibt es Veranstaltungen auf der Hafenpromenade, bei denen der Platz benötigt wird, kann die Bühne einfach versetzt werden.»

Rolf Vorburger Stadtschreiber von Romanshorn (Bild: Stefan Beusch)

Rolf Vorburger Stadtschreiber von Romanshorn (Bild: Stefan Beusch)