Mit Schere und Föhn nach Las Vegas

SULGEN. Die Sulgerin Stephanie Hefti vom Salon Coiffure Oase hat sich für die Finalrunde des internationalen Coiffeuren-Wettbewerbs «Colorzoom Challenge» in Las Vegas qualifiziert. Modell steht ihr dabei die langjährige Freundin Karin Grieder.

Marcel Jud
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Karin Grieder und Stephanie Hefti mit dem Goldwell-Pokal. (Bild: Marcel Jud)

Karin Grieder und Stephanie Hefti mit dem Goldwell-Pokal. (Bild: Marcel Jud)

Bereits als kleines Mädchen wusste Stephanie Hefti, dass sie anderen die Haare schneiden möchte: «Meine Barbies hatten alle kurze Haare und auch meine ältere Schwester musste ab und zu dran glauben», sagt die junge Coiffeuse lachend. Aus dem Kinderwunsch wurde eine Lehre und im Januar hat Hefti ihren eigenen Salon Coiffure Oase in Sulgen eröffnet.

Das Geschäft läuft gut und hinter dem Empfang reihen sich zwei silberne und eine goldene Trophäe aneinander. Sie zeugen vom Erfolg Stephanie Heftis bei den Schweizer Vorentscheidungen der «Colorzoom Challenge» der Firma Goldwell.

Mutiges Modell gesucht

Die «Colorzoom Challenge» ist ein renommierter Wettbewerb, bei dem 150 Coiffeure aus 52 Ländern gegeneinander antreten. Nachdem die 27-Jährige bei der nationalen Vorentscheidung viermal mitgemacht und zweimal den zweiten Platz belegt hatte, wollte sie eigentlich nicht mehr antreten. Doch dann kam Goldwell auf sie zu. Zunächst musste Stephanie Hefti ein Modell für ihre Haarkreation finden. Schliesslich erklärte sich ihre langjährige Freundin Karin Grieder bereit, ihre Haare für den Wettbewerb herzugeben.

Es habe zwar schon Mut gebraucht, mit dem farbigen Undercut in Sulgen einkaufen zu gehen, sagt die 35-Jährige, die wie Hefti in Donzhausen aufgewachsen ist. Doch der Einsatz hat sich gelohnt: Nachdem sie das Wettbewerbsfoto inklusive Dokumentation eingereicht hatte, erhielt Stephanie Hefti ihre erste nationale Gold-Trophäe und die Einladung für die Finalrunde in Las Vegas – inklusive Hin- und Rückflug sowie einwöchigem Aufenthalt.

Lampenfieber steigt

Bereits am 30. September fliegen Stephanie Hefti und Karin Grieder in die USA. Dabei stehe vor allem der Spass im Vordergrund, auch wenn sie bestimmt etwas nervös sein werde, wenn sie dann mit Stephanies Frisur auf dem Laufsteg vor einer internationalen Jury posieren müsse, bemerkt Karin Grieder.

Bei Stephanie Hefti hält sich das Lampenfieber noch in Grenzen: «Wird aber wahrscheinlich kommen, wenn ich innert dreier Stunden die Frisur exakt so hinkriegen muss wie auf dem Foto.» Sie rechnet sich zwar keine grossen Chancen aus gegen die Konkurrenz aus Asien, welche meist ein ganzes Jahr lang auf den Wettbewerb hin trainiere. Aber zumindest beim Zuschauerwettbewerb kann sich die Sulger Coiffeuse Hoffnungen machen: «Familie und Freunde haben mir versprochen, dass sie online für uns abstimmen werden», sagt Stephanie Hefti schmunzelnd.