Mit Sakristei in Nierenform

Altnau. Die Sanierung der evangelischen Kirche Altnau kommt auf 3,15 Millionen Franken zu stehen. Beantragt wird an der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung auch eine Erhöhung des Steuerfusses um 10 Prozent.

Maya Mussilier
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Der Kirchturm bleibt, wie er ist. (Bild: sb)

Der Kirchturm bleibt, wie er ist. (Bild: sb)

Eine Sakristei und ein Abstellraum in einer Nierenform gehören zu den Neuerungen, die mit der Sanierung der evangelischen Kirche Altnau realisiert werden sollen. «Bisher gibt es in der Kirche kein fliessendes Wasser und nur eine einzige Steckdose», sagt Elisabeth Schönholzer, Präsidentin der Evangelischen Kirchgemeinde Altnau. Die Sakristei soll mit einem Wasseranschluss versehen werden. Ebenfalls ist dort ein Steuerelement vorgesehen, von welchem aus alles Technische bedient werden kann.

In einem schlechten Zustand ist auch die Empore mit den Sitzbänken. Diese kann momentan nicht mehr genutzt werden. Vorgesehen ist es, nur noch die vorderen Sitzreihen einzubauen.

Turm ist nicht gefährdet

Weiter sind verschiedene Sanierungsmassnahmen beim Lichtkonzept, Heizsystem, bei der Technik oder im Glockenstuhl vorgesehen. Ebenfalls soll die Orgelrevision in der Sanierung berücksichtigt werden. Für den schiefen Kirchturm, müssen indessen keine baulichen Massnahmen ergriffen werden. Wie die Messungen der letzten beiden Jahre ergeben haben, steht der Turm auf gutem Fundament. Er wird aber weiterhin durch die installierten Messgeräte überwacht. Die Konsequenz ist jedoch, dass im Übergangsbereich des Kirchenschiffes zum Turm weiterhin kleinere Rissschäden auftreten könnten.

Baubeginn 2009

Dass für die evangelische Kirche in Altnau ein Sanierungsbedarf besteht, wissen die Stimmberechtigten schon seit zwei Jahren. Im Juli 2006 hatten sie einem Planungskredit für die Ausarbeitung der Sanierungsarbeiten bewilligt. Das Projekt sowie ein Kreditantrag über 3,15 Millionen Franken wird den Stimmberechtigten an der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung vom 24.September zur Bewilligung vorgelegt. Die Kosten teilen sich wie folgt auf: Vorbereitungsarbeiten 10 000 Franken, Gebäude 2 764 000 Franken, Umgebung 160 000 Franken, Baunebenkosten 22 000 Franken und Ausstattung 124 000 Franken. Über 90 Prozent der Kosten seien durch verbindliche Offerten ermittelt und könnten im Falle der Genehmigung des Kredites vergeben werden, so die Präsidentin. Im Januar 2009 soll mit den Arbeiten begonnen werden. Die Fertigstellung ist auf das Frühjahr 2010 geplant.

Um die Kosten innert nützlicher Frist amortisieren zu können, kommt die Evangelische Kirchgemeinde Altnau nicht umhin, ihren Steuerfuss zu erhöhen. Sie beantragt den Kirchbürgern deshalb eine Erhöhung um 10 auf 28 Prozent.

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