Mit Jungbürgern ins Gefängnis

SALMSACH. Die Salmsacher Jungbürger besuchten das Kantonalgefängnis in Frauenfeld, wo es viel zu sehen und ein ziemliches Geschrei gab.

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Jungbürger und Politiker am Eingang zum Polizeikommando. (Bild: pd)

Jungbürger und Politiker am Eingang zum Polizeikommando. (Bild: pd)

Der Ausflug weckte die Neugierde relativ vieler 18-Jährigen im Dorf. Ein Drittel aller Jungbürger folgte der Einladung des Gemeinderates.

Und sie bereuten es nicht. Der Rundgang im Gefängnis sei sehr interessant gewesen, schreibt Jungbürger Daniel Haltmeier in seinem Bericht.

Falsche Vorstellungen

«Viele hatten das Leben in einem Gefängnis (als Inhaftierter) völlig falsch eingeschätzt.» Haltmeier selber gehörte zu ihnen. Er habe sich die Bedingungen um einiges schlimmer vorgestellt. «Was jetzt aber nicht heisst, dass ein Gefängnis gemütlich ist.»

Neben vielen verschiedenen Räumen wie der Küche oder Arbeitsplätzen hätten die Jungbürger und Politiker auch einige Häftlinge zu Gesicht bekommen. «Besser als sehen konnte man sie hören, und zwar schreiend quer über den ganzen Gefängnishof, von Zelle zu Zelle. Zurückgerufen haben wir dann nicht», schreibt Haltmeier.

Viel Neues erfahren

Nach der Besichtigung des Gefängnisses begaben sich die Salmsacher zum Essen. «Man erfuhr sehr viel über die Politiker unseres Dorfes, und auch von den Jungen hörte man einiges Neues», heisst es im Bericht. Nach der Ansprache hätten alle Jungbürger die Bundesverfassung erhalten. Für Haltmeier war es bereits die vierte. (red.)