Mit dem Kompass durchs Dorf

KRADOLF. Die Öpfel-Trophy, ein Bewerb für Hobby-Orientierungsläufer, machte am Freitag in Kradolf Station. Das Interesse an der Veranstaltung war gross.

Monika Wick
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Eine Orientierungsläuferin passiert einen Posten. (Bild: Monika Wick)

Eine Orientierungsläuferin passiert einen Posten. (Bild: Monika Wick)

Orientierungslauf ist eine Sportart, die verschiedenste Menschen miteinander verbindet. Männer und Frauen jeder Altersstufe, Kinder und Jugendliche sowie Mütter mit Kinderwagen oder Personen mit einem körperlichen Handicap im Rollstuhl fanden sich bei der Mehrzweckhalle ein, um an der vom Verein OL Amriswil organisierten Öpfel-Trophy teilzunehmen.

Zwei Wettkämpfe

«Diesen Standort haben wir gewählt, um Synergien zu nutzen», erklärte Felix Engeler, Laufleiter der Öpfel-Trophy. Bereits am Nachmittag habe hier der Thurgauer sCool-Cup 2015 stattgefunden. Laut Felix Engeler hatten dabei alle Thurgauer Schüler die Gelegenheit, den Titel des Thurgauer Meisters zu ergattern. Dies ist Bedingung, um an den Schweizer Meisterschaften teilnehmen zu können.

Vor dem Start waren vom Organisator Kontrollpunkte im Gelände plaziert worden, die von den Orientierungsläufern dann mit Kompass und Landkarte gefunden werden mussten.

Unterschiedliche Ambitionen

Die für sie beste Route wählen die Teilnehmer beim OL selber aus. Mittels eines am Finger angebrachten Stiftes markieren sie die Passage eines Postens. Alles geht blitzschnell. Für eine Teilnehmerin stand die Geschwindigkeit allerdings nicht im Vordergrund. «Dabei sein ist alles», sagte die 63jährige Helen Neff. Schwierig fand die Egnacherin den Parcours nicht. «Wenn man langsam läuft, dann findet man den Weg», fügte sie lachend an.

Beat Seiterle wäre gerne etwas schneller unterwegs gewesen. «Zwischendurch musste man lange Strecken rennen. Da ich aber kein so guter Läufer bin, habe ich Zeit verloren», stellte der 55jährige Frauenfelder fest. Dennoch würde er jederzeit wieder starten. «OL ist super und lüftet den Kopf durch.»