Mit allem einverstanden

WEINFELDEN. Die beiden Versammlungen der Primar- und der Sekundarschule Weinfelden haben alle Kredite und die Budgets einstimmig bewilligt. Nun kann die Primarschule mit der Planung des Umbaus des Martin-Haffter-Schulhauses und des Schwärze-Zentrums beginnen.

Esther Simon
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Das Martin-Haffter-Schulhaus in Weinfelden ist 43 Jahre alt. Die Primarschule will die Liegenschaft umbauen und erweitern. (Bild: Reto Martin)

Das Martin-Haffter-Schulhaus in Weinfelden ist 43 Jahre alt. Die Primarschule will die Liegenschaft umbauen und erweitern. (Bild: Reto Martin)

Primar- und Sekundarschule Weinfelden haben einen starken Rückhalt in dem Teil der Bevölkerung, der sich für die Belange der Schule interessiert. Das zeigte sich einmal mehr an den beiden Budgetversammlungen der Schulgemeinden, die am Mittwochabend nacheinander im Rathaus stattfanden. Die Schulbürger folgten bei allen Traktanden den Anträgen der Behörden, und das erst noch einstimmig. Die Beteiligung war allerdings einmal mehr recht mager: Die Versammlung der Sekundarschule besuchten 65 Schulbürger – bei über 10 000 Stimmberechtigten im Sekundarschulkreis. Die Versammlung der Primarschule zählte 56 Stimmberechtigte.

Präzise Informationen

Die beiden Budgets wurden genehmigt und die Steuersätze auf gleicher Höhe belassen: 35 Prozent bei der Sekundarschule und 49 Prozent bei der Primarschule. Diese Einstimmigkeit war sicher auch den Ausführungen von Schulsekretär René Diethelm zu verdanken, der vor den jeweiligen Abstimmungen präzise über die beiden Voranschläge informiert hatte. Während die Versammlung der Sekundarschule unter dem Vorsitz von Beat Gähwiler lediglich über das Budget abzustimmen hatte, legte die Primarschulbehörde unter dem Vorsitz von Thomas Wieland zwei Planungskredite vor: 25 000 Franken für den Umbau des jetzigen Schwärze-Schulzentrums zu einem Kindergartenzentrum und 50 000 Franken für die Planung der Sanierung des 43jährigen Martin-Haffter-Schulhauses.

Landabtretung zugestimmt

Schulbürgerin Simone Curau-Aepli erkundigte sich, ob die Primarschulbehörde auch einen Abriss und Neubau des Martin-Haffter-Schulhauses ins Auge fasse. Schulpräsident Thomas Wieland sagte, der Wettbewerb werde so ausgeschrieben, dass auch diese Möglichkeit geprüft werden könnte. Nach der einhelligen Zustimmung vom Mittwochabend zu diesen beiden Krediten kann die Primarschule nun mit der Planung der Vorhaben beginnen. Zuvor hatte die Versammlung der Primarschule einer Landabtretung an die Politische Gemeinde zugestimmt. Es handelt sich dabei um Land im Gebiet des Neubaus des Schulhauses Elisabetha Hess.

«Ein schönes Erlebnis»

Sekundarschulpräsident Beat Gähwiler hatte zu Beginn der Versammlung über einige Höhepunkte im vergangenen Jahr berichtet. So konnte die Schule zusammen mit der Bevölkerung das 175jährige Bestehen des Pestalozzi-Schulhauses feiern und das Jugendwerk an der Weststrasse einweihen. Als besonders beeindruckendes Ereignis hob Gähwiler die Beschulung eines jungen, hochbegabten syrischen Flüchtlings hervor: «Im Sommer kam er zu uns in die Schule. Er konnte überhaupt kein Deutsch. Aber nach den Skiferien kann er die Kanti besuchen. Das ist doch ein schönes Erlebnis.»

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