Mit 5000 Franken ist man dabei

ARBON. Jetzt können auch Kleinaktionäre beim geplanten Kulturzentrum Arbon einsteigen und das Gemeinschaftsprojekt fördern. Die Mindesttranche ist auf 5000 Franken reduziert worden. Zwar ist das gesteckte Finanzierungsziel noch nicht ganz erreicht. Die Planung läuft dennoch zügig weiter.

Max Eichenberger
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Eine furiose «Vorpremiere» gab das Sinfonische Orchester Arbon in der noch umzubauenden neuen Kulturhalle im Presswerk im August. (Bild: Max Eichenberger)

Eine furiose «Vorpremiere» gab das Sinfonische Orchester Arbon in der noch umzubauenden neuen Kulturhalle im Presswerk im August. (Bild: Max Eichenberger)

Der Oldtimerclub Saurer (OCS) richtet im grösseren Teil der Presswerk-Halle sein Schaulager – ein Museumsdepot – ein. Den kleineren Hallenteil beabsichtigt die Kulturzentrum Presswerk AG zu erwerben. Der Kauf ist aufgegleist. Diese Gesellschaft plant im Presswerk eine Kulturhalle als Teil eines vielseitigen Arboner Kulturzentrums. Dieses will die AG im Hauptgebäude des Presswerks realisieren. Hauptmieterin wird dort die Musikschule Arbon sein. Diese hat ihre derzeitigen Räumlichkeiten an der Brühlstrasse inzwischen bereits gekündigt.

Investition von sechs Millionen

Die mit der Musikschule vor kurzem fusionierte Tanzwerkstatt wird ebenfalls ins Saurer-Areal hinüber dislozieren. Das Presswerk soll laut Konzept der im April gegründeten AG dazu «weitere musische Vereine und Gruppen, vielfältige kulturelle Veranstaltungen und Ausbildungsangebote, Ausstellungen und vieles mehr unter einem Dach vereinen».

Auf sechs Millionen Franken bezifferte VR-Präsident Rolf Staedler im Mai bei der Vorstellung des Projektes die Investitionen: grösstenteils in den Erwerb des von HRS im Endrohbau bereitzustellenden sanierten Presswerks (3,55 Millionen Franken) sowie eine erste Etappe des Innenausbaus. Mindestens die Hälfte soll laut Konzept über Eigenmittel finanziert werden. Davon zwei Drittel über Zeichnung von Aktienkapital.

Zeichnungsfrist verlängert

Ende November war man noch eine knappe Million vom ambitioniert gesteckten Ziel entfernt. Gemäss dem aktuellen Newsletter der Awit-Group, deren CEO Rolf Staedler ist, ist die Zeichnungsfrist für Anteilscheine nun nochmals bis Ende Januar verlängert worden. Zudem ist die Mindesttranche auf 5000 Franken herabgesetzt worden. Ursprünglich hatte diese diese 25 000 Franken betragen. Auch Direktinvestitionen seien möglich, heisst es im Newsletter.

Noch breitere Trägerschaft

Durch diese niedrigere Schwelle dürfte es einem erweiterten Personenkreis möglich sein, sich an diesem identitätsstiftenden kulturellen Gemeinschaftswerk zu beteiligen, das Verwaltungsrat Cyrill Stadler als «Arboner Perle» bezeichnet. Eine breite und starke private Trägerschaft wünscht auch die Stadt dem Kulturprojekt. Geplant war, den Kulturbetrieb im Herbst 2016 aufnehmen zu können.

Dieses Ziel bleibt trotz zäher Mittelbeschaffung. Auch die ganze Bauplanung läuft weiter zügig auf diesen gesetzten Termin hinaus, bestätigt Architekt Raphael Künzler.

www.awit.ch/rolf.staedler@awit.ch

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