Mit 100 Jahren hackt er das Holz zum Heizen noch selbst

Am Samstag feierte Walter Bösch seinen 100. Geburtstag. Sein Geheimrezept ist das einfache Leben, Eimalzin in die Milch und einen Schluck Kirsch in den Kaffee.

Daniela Ebinger
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Walter Bösch und sein Kater Maxli. (Bild: Daniela Ebinger)

Walter Bösch und sein Kater Maxli. (Bild: Daniela Ebinger)

ILLIGHAUSEN. Walter Bösch sitzt in blauen Jeans und sportlicher Jacke in der Stube auf seinem alten Sofa. Daneben macht es sich Kater Maxli bequem, 23 Jahre alt soll er bereits sein. Derweil erzählt Walter Bösch von früher. Der Mann hat schon viel erlebt, er feiert bereits seinen 100. Geburtstag. «Ich kam mit zehn Jahren in den Thurgau nach Raperswilen auf einen Bauernhof zum Arbeiten», erzählt Bösch. Sein Gedächtnis ist fit. Das Hören und Sehen bereiten ihm aber Mühe. «Darum brauche ich kein Radio und auch keinen Fernseher mehr», sagt er und faltet die Hände ineinander. Das Holz für die Heizung spaltet er noch selber und macht das gerne. Zum Einkaufen fährt er mit dem Postauto nach Kreuzlingen und geht dann zu Fuss nach Konstanz.

«Ich war immer sportlich», sagt er. Fischen, Ski fahren und Klettern waren seine liebsten Hobbies. «Ich habe manchen 3000er bestiegen», sagt er stolz. Vor fünf Jahren wanderte er das letzte Mal auf den Säntis. Krank sei er nie. Beim Doktor war Bösch noch vor kurzem. Allerdings das erste Mal seit 50 Jahren, und zwar wegen einer Verletzung an der Hand.

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