Mist-Brothers rocken die Halle

Der Handharmonika-Club Berg verzauberte die Mehrzweckhalle in einen Hexenkessel. Schon nach der zweiten Darbietung war eine Zugabe fällig.

Monika Wick
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Hampi Edelmann und Seraina Akermann haben «Müeh mit Chüeh». (Bild: Monika Wick)

Hampi Edelmann und Seraina Akermann haben «Müeh mit Chüeh». (Bild: Monika Wick)

BERG. «Das isch MUH-sig» – beim Handharmonika-Club Berg drehte sich bei der Unterhaltung alles um Kühe. Doch wer ein urchiges Programm erwartet hatte, wurde am Samstagabend schnell eines besseren belehrt. Innert Kürze verwandelte sich die Mehrzweckhalle in einen musikalischen Hexenkessel. Schon bei der zweiten Darbietung forderte das Publikum eine Zugabe. Und Trauffer alias Hampi Edelmann musste noch einmal erzählen, dass er «Müeh mit dä Chüeh» hat. Gleich erging es Nicolas Edelmann. Der junge Mann begeisterte mit seiner Interpretation von «De Heiri hät es Chalb verchauft» aus der legendären Niederdorfoper. «Ich habe gar nicht gewusst, dass ich zwei Kälber habe», kommentierte Nicolas die Forderung nach einer Wiederholung.

Dirigentin Daniela Blaser-Hungerbühler führte gleich selber durchs Programm und fügte die einzelnen Beiträge mittels kleinen Geschichten perfekt zu einem grossen Ganzen zusammen. So ging Gitte (Luzia Lindegger) in Amerika auf die Suche nach einem Cowboy als Mann, und Andreas Gabalier (Peter Oberhänsli) sang «a Liad» fürs Publikum. Grosses Highlight des Abends war der Auftritt der Mist-Brothers. Nicolas Niedermann und Hampi Edelmann interpretierten «Everybody needs somebody» der Blues Brothers. Die beiden Männer verfügen über ein so grosses gesangliches und schauspielerisches Talent, dass sie dem Original in nichts nachstehen. Mit einem Medley der bekanntesten volkstümlichen Melodien verabschiedeten sich Hampi Edelmann («Ein Stern der deinen Namen trägt»), Sabine Lauener («Atemlos») und Luzia Lindegger («Mein Herz, es brennt») nach einem kurzweiligen Abend vom Publikum.

Mit Nachwuchsproblemen dürfte der Club nicht kämpfen. Kinder der Musikschule Thür sowie des Jugendorchesters Fortissimo zeigten, dass es an künftigen talentierten Mitgliedern nicht mangelt. Mit ihren tollen Vorträgen wie «Alperose» (Polo Hofer) oder «It's my Life» (Bon Jovi) vermochten sie das Publikum zu begeistern. «Es war sicher nicht einfach, so viele Kinder und verschiedene Instrumente für ein Konzert zusammenzubringen», sagte Daniela Blaser-Hungerbühler.