Mini-Wägeli für den Dorfladen

Das Team vom Dorfladen Freidorf hat in einer Umfrage die Zufriedenheit und die Bedürfnisse der Kunden abgeklärt. Eine Mutter hat drei Mini-Einkaufswagen für die kleinen Käufer gespendet.

Hedy Züger
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Mini-Einkaufswagen: Ennio hilft Mama beim Einkauf. (Bild: Hedy Züger)

Mini-Einkaufswagen: Ennio hilft Mama beim Einkauf. (Bild: Hedy Züger)

freidorf. Der Umsatz erfordert im Dorfladen Freidorf auch ein halbes Jahr nach der Neuausrichtung Aufmerksamkeit und neue Ideen. Als sie hörte, dass Einkaufswagen für Kinder vermisst werden, spendete Lara Duschletta drei Miniwagen. Diese sind mit einer Werbefläche versehen. Ähnlich könnten die grossen Einkaufswagen für Reklame angeboten werden, überlegt das IG-Team.

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Anregungen aus dem Kreis der Kunden sind umgesetzt, darunter das Anschlagbrett. Hauslieferdienst und begleitetes Einkaufen für betagte Kunden sind aufgegleist. Mit Dorfläden der Umgebung steht das Team im Erfahrungsaustausch. Bea Kreuzer, die den Dorfladen führt, stellt fest, dass ihre Dispositionen nahe an die Nachfrage herankamen. Hausfrauen sagen ihr, dass sie in beiden Bereichen sehr gut bedient werden.

Den Puls spüren

Was schätzen Sie am Dorfladen? Was bemängeln Sie? Warum haben Sie ihn bisher nicht berücksichtigt? Mit einem solchen Fragenkatalog, der in die Haushaltungen der gesamten Gemeinde gelangte, versuchte das Team näher an die Wünsche der Einwohnerschaft heranzukommen. Diese reagierte mit diversen Anregungen: mehr Fleischprodukte anbieten, eine bessere Auswahl an Geschenken, Bioprodukten und regionalen Produkten einführen. Ein Café-Kunde wünscht sich jeden Tag die Thurgauer Zeitung auf dem Tischchen.

Mitbringsel vom Bauernhof

IG-Präsidentin Susanne Kellenberg erinnert daran, dass die Produkte vom Bauernhof, darunter ein feiner Eierlikör und Eingemachtes, als Mitbringsel beliebt seien. Bei den Fleischprodukten werde ein Bestelldienst geprüft. Jeden Tag gelangen frisches Gemüse, Salate und Obst von Bauernhöfen der Region in die Regale. Auch auf das Echo des Blumenangebots vom Valentinstag wurde gehört: Ein verkürzter Verkauf von Blumen zu den Festtagen hat reelle Chancen.

Eine kleine Thurgauer Käserei bietet dem Dorfladen ihren Käse an und bedient Kundschaft mit einer schönen Käseauswahl.

Die Öffnungszeiten wurden beim Rücklauf der Umfrage ebenfalls angesprochen. Sie seien auf Basis der Frequenzen einerseits und der Personalkosten anderseits festgesetzt worden. Nach intensiven Überlegungen wird am Samstag um 11 Uhr dichtgemacht. Aus der Umfrage resultierte manch dankbares Echo. «Freundliche Bedienung» notierten neun Kundinnen. Ein Kunde meinte: «Danke für den unermüdlichen freiwilligen Einsatz.» Das Geschäft sei übersichtlich, die Auswahl gemessen an der Ladengrösse sehr gut, die neuen Farben wohltuend, schrieben andere Freidorfer.

Parkplätze unverzichtbar

Kunden stellen oft fest, dass die beiden Parkplätze fremdbelegt werden. Dies kann für den Dorfladen einen Umsatzverlust bedeuten und läuft kontraproduktiv zu den Anstrengungen und der Freiwilligenarbeit für den Erhalt der Einkaufsmöglichkeit. Das IG-Team will abseitsstehende Einwohner ermuntern, hier einzukaufen. Sie seien auch willkommen, wenn sie nur sporadisch einkauften. Jeder Einkauf zähle, es gebe keinen Grund für Abstinenz, denn nur mit gemeinsamer Anstrengung könne der Dorfladen überleben. «Mit Eurer Hilfe bleiben wir dran», sagen Präsidentin Susanne Kellenberg und Geschäftsführerin Claudia Betschart.

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