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Militärgefangene in der Schweiz

Eine Internierung ist ein staatlich organisierter Freiheitsentzug. Das Haager Abkommen von 1907 regelt die Internierung von Militärpersonen. Länder, die keinen Krieg führen, sind berechtigt, ausländische Militär- und Zivilpersonen beispielsweise in Lagern festzuhalten und sie zur Arbeit zu verpflichten. Am 20. Juni 1940 gewährte der Bundesrat einem Armeekorps von 43000 Mann Asyl. Die französischen und polnischen Armeeangehörigen wollten so einer deutschen Kriegsgefangenschaft entgehen. Sie überquerten in Goumois den Doubs und wurden von der Schweizer Armee entwaffnet.

Die Internierung traf die Schweiz unvorbereitet. Es stand keine geeignete Lagerstruktur zur Verfügung. Das Eidgenössische Kommissariat für Internierung und Hospitalisierung (EKIH) wurde gebildet, welches sich fortan um die Organisation der Interniertenlager kümmerte. 1941 wurde vom EKIH eine Arbeitspflicht für Internierte eingeführt. Viele leisteten in der Schweiz Arbeitseinsätze vor allem in der Landwirtschaft, auf Baustellen und bei Rodungsarbeiten. Für ihre Arbeit wurden die Internierten entlöhnt. Der Lohn entsprach dem Sold eines Schweizer Soldaten, lag aber deutlich unter dem Verdienst eines Knechtes. Nach Kriegsende forcierten die Schweizer Behörden eine rasche Heimkehr der Internierten. Teilweise auch gegen deren Willen. Einige blieben jedoch bis ins Jahr 1946. (sba)

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