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Menschen, die sich retten

Mit seinem Roman «Jacob beschliesst zu lieben» hat Catalin Dorian Florescu den Schweizer Buchpreis gewonnen. Am Freitag las er in Bischofszell.
Barbara Hettich
Schriftsteller Catalin Dorian Florescu liest im Bistro «Zu Tisch». (Bild: Barbara Hettich)

Schriftsteller Catalin Dorian Florescu liest im Bistro «Zu Tisch». (Bild: Barbara Hettich)

Im «Bistro zu Tisch» blieb am Freitagabend kein Stuhl frei. «Literarisch gesehen ist Bischofszell eine Weltstadt», freute sich der Schriftsteller Catalin Dorian Florescu über das Interesse an seiner Person und seinem neusten Buch: «Der Mann, der das Glück bringt». Zur Lesung eingeladen hatte der Kulturverein Literaria, die Bibliothek und die Buchhandlung «Bücher zum Turm».

Der gebürtige Rumäne ist mit 15 Jahren mit seiner Familie in die Schweiz immigriert, lebt seit 34 Jahren in Zürich, studierte Psychologie und Psychopathologie und arbeitet seit 2001 als freischaffender Schriftsteller. Sechs Romane hat er zwischenzeitlich veröffentlicht und damit namhafte Stipendien- und Buchpreise gewonnen.

In Bischofszell erzählte der Autor unterhaltsam aus seinem Leben, wie er zum Schreiben gekommen ist und wie er mit dem ersten Satz die Stimmung, den Takt im Roman vorgibt. «Die erste schwindelerregende Reise meines Lebens…», so lautet der erste Satz aus «Zaira», mit der Florescu die eigentliche Lesung startete. «Werfen Sie ihre Bildmaschine an», seine Empfehlung. Er beschreibe Szenen, die wie ein Film vor seinen Augen ablaufen.

Eines haben die bisher erschienenen Romane von Catalin Dorian Florescu gemeinsam: Seine Protagonisten sind Rumänen – bewegte Menschen, die sich retten, wie «Jacob der beschliesst zu lieben». Oder Ray und Elena aus seinem neusten Roman «Der Mann, der das Glück bringt».

Wo ist die eigentliche Heimat Florescus? In der Schweiz oder in Rumänien? Seine alte Heimat inspiriere ihn zu schreiben, denn nirgendwo sonst gebe es so viel Poesie, Legenden und Mythen.

Eine Rückkehr gebe es für ihn allerdings nicht. «Zu gehen macht keinen Sinn, man kommt nicht an», erklärte er. Seine Mentalität habe sich verändert, und die Menschen dort seien auch nicht die gleichen wie in seiner Vergangenheit geblieben.

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