«Mein Rückzug war nicht zwingend»

Stadtratskandidat Thomas Beringer, EVP, tritt zum zweiten Wahlgang nicht mehr an. Er schliesst aber eine erneute Kandidatur im März 2015 nicht aus.

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Thomas Beringer Kandidat Stadtrat Kreuzlingen, EVP (Bild: Reto Martin)

Thomas Beringer Kandidat Stadtrat Kreuzlingen, EVP (Bild: Reto Martin)

Stadtratskandidat Thomas Beringer, EVP, tritt zum zweiten Wahlgang nicht mehr an. Er schliesst aber eine erneute Kandidatur im März 2015 nicht aus.

Herr Beringer, Sie haben am Sonntag nur 30 Stimmen weniger als die zweitplazierte Barbara Jäggi-Gretler gemacht. Wenige Minuten nach Bekanntwerden des Resultats haben Sie bereits Ihren Rückzug verkündet. Warum?

Ich war die Nummer drei. Und für mich war daher klar, dass ich nicht mehr antreten werde.

Aber die mehr als 1000 Stimmen sind doch ein Achtungserfolg. Sehen Sie das nicht so?

Doch, insbesondere bei näherer Betrachtung stimmt das schon. Ich hatte im Gegensatz zu den anderen zwei Kandidaten weder eine grosse Partei noch sonstige Lobby hinter mir. Deshalb bin ich über die vielen Stimmen sehr erfreut und auch stolz. Bei dieser Gelegenheit bedanke ich mich herzlich dafür.

Man könnte auch sagen, dass die 30 Stimmen Unterschied zur FDP-Kandidatin reiner Zufall waren.

Das kann man sicher so sehen. Ich habe mein Resultat vielleicht anfangs unterschätzt. Im Nachhinein betrachtet war mein Rückzug wohl nicht zwingend.

Sie sagen, es mache keinen Sinn, die bürgerlichen Stimmen zu verzetteln. Empfehlen Sie ausdrücklich Barbara Jäggi zur Wahl?

Das möchte ich so nicht unterstreichen. Das werden wir in unserer Partei noch entscheiden und kommunizieren.

Nächsten März sind bereits wieder Wahlen. Lassen Sie sich diese Option offen?

Ja. Ob ich noch einmal antrete, hängt natürlich auch davon ab, wer am 26. Oktober gewählt und wie die Ausgangslage im März 2015 sein wird. (meg)