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Mein Nachbar, der Narr...

Randnotiz
Marco Predicatori

Die Zeit der Narren ist im vollen Gange. Sie verkleiden sich, trinken, singen und vergnügen sich im Rausch der Fasnacht. Der sogenannte Karneval wird auf der Welt auf unterschiedliche Weise kultiviert. Der Karneval in Rio ist geprägt von heisser, rhythmischer Musik, der Karneval in Venedig edel und im barocken Stil. Masken, Umzüge, Musik und das Verkleiden sind zentrale Faktoren.

In Bischofszell ist die Fasnacht etwas kleiner, persönlicher und immer wieder eine Überraschung wert. Die Gründe sind vielfältig. Zum Beispiel ist mein Nachbar auch dort, wenn der Umzug stattfindet und wir Narren den Narren zuschauen. Mit diesem Ritual machen wir uns zu Gleichgesinnten und feiern die Fasnacht.

Ein weiterer Grund ist der jährliche Umzug, welcher mit viel Engagement von den Situ-Narren organisiert wird. Mir gefällt der Chefpirat, wenn er heroisch auf dem Karren seine «Laudatio» hält und das Volk, das den Weg säumt, unterhält – einfach herrlich. Seine Stimme wird dann im Verlaufe des Tages immer rauer, eben wie ein richtiger Pirat, wie der «Jack Sparrow» vom Film.

Ja, dann kommt noch die Beizenfasnacht, begleitet mit den Schnitzelbänken und den bissigen, sarkastischen, humorvollen, frechen, entblössenden, witzigen Kommentaren aus der Fasnachtspublikation, der «Gitfsprütze». Ja, die Fasnacht bringt viele Narren hervor. Vor ein paar Tagen fragte mich mein Nachbar, ob ich mich verkleiden würde. Ich sagte ihm: «Nein, ich gehe als Narr – und du?»

Marco Predicatori

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