Mehr Verständnis vom Gemeindeammann

«1000 Franken Busse sind abartig»

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«1000 Franken Busse sind abartig»

Saftige Busse! Als Vater von zwei Kindern im Spielgruppen- beziehungsweise Kindergartenalter und Gemeindemitglied von Salmsach wundere ich mich sehr über den Artikel betreffend die neue Parkregelung im Schulhaus Bergli und die dazugehörigen Äusserungen unseres Gemeindeammanns, Kurt Helg. Nach Fertigstellung der Umbauarbeiten an der Turnhalle und den dazugehörigen Umgebungsarbeiten verschwanden die Besucherparkplätze, die vorher zum Teil auch von den Eltern benutzt wurden. Meine Frau bringt unsere Kinder in der Regel mit dem Velo und dem Anhänger zum Kindergarten. Das ist notwendig, da unsere Kleinen, drei und fünf Jahre alt, ansonsten die hochfrequentierte Hirschenkreuzung überqueren müssten, auf welcher der Verkehr gleichzeitig mit den Fussgängern grün erhält und ich persönlich bereits mehrfach brenzlige Situationen erlebt habe. Bei strömendem Regen oder Eiseskälte kommt es ausnahmsweise mal vor, dass wir die Kinder mit dem Auto in die Schule bringen. Ebenfalls wohnen in unserem Dorf Eltern von kindergartenpflichtigen Kindern, die Geschwister im Säuglingsalter haben. Für diese ist es nicht immer einfach, alles so zu organisieren, dass es sich vermeiden lässt, die Kleinen mit dem Auto zur Schule zu fahren. Alle betroffenen Eltern nun mit einer Busse bis 1000 Franken «erziehen» zu wollen, zeugt nicht von einer familienfreundlichen Schul- und Gemeindepolitik. Herr Helg täte gut daran, vor solchen Äusserungen die Bedürfnisse und den Alltag von Familien mit Kleinkindern in seiner Gemeinde etwas genauer in Erfahrung zu bringen.

Daniel Kühnis

Salmsach