Mehr Raum für Jugendliche

Jugendarbeiterin Flavia Hüberli möchte in Neukirch an der Thur oder der näheren Umgebung einen Ort für Jugendliche schaffen. Zurzeit findet der Jugendtreff im evangelischen Kirchgemeindehaus statt. Dieses stösst jedoch an seine Grenzen.

Andrea Kern
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Jugendarbeiterin Flavia Hüberli am Töggelikasten. Bei jedem Jugendtreff zügelt sie diesen aus dem Vorraum in den Saal. (Bild: Andrea Kern)

Jugendarbeiterin Flavia Hüberli am Töggelikasten. Bei jedem Jugendtreff zügelt sie diesen aus dem Vorraum in den Saal. (Bild: Andrea Kern)

Neukirch a. d. Thur. Die Sofas holen die Jugendlichen aus dem Keller, den Töggelikasten tragen sie aus dem Vorraum in den Saal. Die Bar stellen sie jedes Mal neu auf, und die Musikanlage und die Lichttechnik müssen installiert werden. «Fünf Stunden dauert das Einrichten für den Jugendtreff jeweils», sagt Flavia Hüberli. Alle drei bis vier Wochen lädt die Jugendarbeiterin Jugendliche ins evangelische Kirchgemeindehaus in Neukirch an der Thur ein.

Für die Jugendlichen, die sie bereits beim Einrichten unterstützen, findet sie lobende Worte. «Doch der Aufwand ist einfach enorm. Vor allem muss nach dem Treff auch wieder aufgeräumt werden.» Meist wird es dabei nach Mitternacht. Deshalb sucht die evangelische Kirchgemeinde bereits seit längerem einen Ort, der sich besser für einen Jugendtreff eignet. Doch das sei gar nicht so einfach.

Einrichtung stehen lassen

Der Raum für die 30 bis 50 Jugendlichen sollte 70 bis 100 Quadratmeter gross sein und eine Küche sowie Toiletten haben. Er sollte nicht inmitten eines Wohngebietes liegen und an Samstagen bis um 24 Uhr genutzt werden können. «Ideal wäre es, wenn wir die Einrichtung stehen lassen oder zumindest im Nebenraum verstauen könnten», sagt Flavia Hüberli. «Da jede Party unter einem Motto steht, gibt es immer noch genügend zu tun mit Dekorieren.»

Weitere Ideen vorhanden

Noch besser wäre es, wenn der Raum nicht nur am Samstagabend belegt werden könnte. «Am schönsten wäre ein eigener Raum, den ich jederzeit nutzen kann.» Flavia Hüberli schwebt zum Beispiel ein Nachmittagstreff für Primarschüler vor. Zudem würde sie gerne Computer und Plätze für das Erledigen von Hausaufgaben zur Verfügung stellen – Ideen hätte die Jugendarbeiterin genug.

Talente entdecken

Der neue Ort für den Jugendtreff wäre aber nur eine Übergangslösung. Denn weil das Kirchgemeindehaus von unzähligen Gruppen genutzt wird, stösst es ohnehin an seine Grenzen. Konfirmandenunterricht, Kirchenchor, Gebetskreise, Mütter in Kontakt, Jungschar, Kinderhort und Sonntagsschule sind nur einige davon. Längerfristig sei die Kirchgemeinde deshalb daran, eine umfassende Lösung zu finden. «Die Auslagerung des Jugendtreffs ist einfach am dringendsten», erklärt Flavia Hüberli.

Am liebsten würde sie den Jugendtreff in Neukirch lassen. «In Frage kämen auch Buhwil oder Schweizersholz, vielleicht in einer Scheune oder auf einem Gewerbeareal», überlegt sie. Die Hauptsache ist aber: «Die Jugendlichen sollen sich wohl fühlen, Freundschaften schliessen, ihre Talente entdecken und den Glauben an Jesus Christus kennenlernen.»

Kontakt: Flavia Hüberli, Telefon 071 640 08 89 oder jump@neukirch.ch. Weitere Informationen unter www.jump-neukirch.ch

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