Mehr Platz für Berufsschüler

ARBON. Der Kanton baut den Berufsbildungsstandort Arbon aus: Ein Ergänzungsbau schafft beim Bildungszentrum Arbon 700 Quadratmeter zusätzlichen Schulraum. Die Bauarbeiten haben begonnen. Das bestehende Gebäude wird saniert.

Max Eichenberger
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Das Nebengebäude des BZA ist bis auf die Unterkellerung abgebrochen worden. Auf dem Areal entsteht bis Sommer/Herbst 2016 ein Neubau. (Bild: Max Eichenberger)

Das Nebengebäude des BZA ist bis auf die Unterkellerung abgebrochen worden. Auf dem Areal entsteht bis Sommer/Herbst 2016 ein Neubau. (Bild: Max Eichenberger)

ARBON. Beim Bildungszentrum Arbon (BZA) an der Standstrasse sind in den Sommerferien die Bagger aufgefahren. Nachdem die Aussenhülle des 1978 erstellten Haupt-Schulgebäudes bei der Sportanlage Stacherholz saniert worden war, erfolgte nun der Baubeginn bei dem 2012 projektierten Ergänzungsbau. Dafür musste zuerst einmal das alte Nebengebäude abgebrochen werden.

Neubau in alter Baugrube

Zunächst war geplant gewesen, dieses in das Neubauprojekt zu integrieren. Doch dabei habe man im Zuge einer «konstruktiven Optimierung» Abstand genommen, sagt Andreas Kern, Leiter Bildungsbauten im kantonalen Hochbauamt. Übernommen werde nun noch die Baugrube des abgerissenen Gebäudes – und darauf der Ergänzungsbau vollständig neu erstellt.

Auf die Gesamtkosten habe die Projektänderung jedoch keinen Einfluss, fügt Kern an. Zwar würde etwas mehr Beton benötigt. Einsparungen andernorts, die jedoch nicht zulasten der Qualität gingen, würden dies kompensieren.

Gesamthaft 20 Millionen

Die Kosten des Ergänzungsbaus beziffern sich auf rund 8 Millionen Franken. Die in Etappen angegangene Sanierung des Altbaus ist mit 12 Millionen veranschlagt. Die Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission des Grossen Rates hatte einen ersten Kostenvoranschlag um knapp 5 Millionen gedrückt und den Objektkredit bei 20 Millionen Franken plafoniert. Verzichtet wird jetzt auf den Minergiestandard beim Hauptgebäude.

Nach Bezug Altbausanierung

Der Neubau mit Laubengang erhält eine Stahlbau-Tragstruktur. Die Fassade wird in Holzbauweise ausgeführt. Kern zufolge soll der von Grosjean Wepfer Architekten konzipierte Neubau im Sommer/Herbst 2016 fertig erstellt sein. Gegenüber der ursprünglichen Planung könnte es allenfalls minimale Verzögerungen geben. Der Bezug des neuen Gebäudes schafft dann laut Andreas Kern die Möglichkeit, «unter Betrieb» die nächsten Etappen der Hauptbausanierung vorzunehmen. Diese werden sich bis 2018 erstrecken.

Das Gebäude ist zwar in einem guten Zustand, muss aber vor allem im energetischen Bereich nachgerüstet werden. Und die Schulräume werden neuen Bedürfnissen angepasst. Verwaltung, Lehrer- und Aufenthaltsraum kommen neu ins Parterre. Die Klassenzimmer werden sich auf die beiden Obergeschosse verteilen.