Mehr Eigenmittel als erforderlich

Die Raiffeisenbank Amriswil-Dozwil-Sommeri wächst. Sie konnte im vergangenen Jahr die Genossenschaftsanteile steigern. Dafür vergab sie weniger Hypotheken.

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AMRISWIL. Die Raiffeisenbank Amriswil-Dozwil-Sommeri kann auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Sowohl die Bilanzsumme als auch Betriebsertrag und Jahresgewinn erreichten neue Höchststände.

Das grosse Vertrauen der Kunden zeigte sich in der äusserst erfolgreichen Mehrfachzeichnung der Genossenschaftsanteile von über 16 Millionen Franken. Umso mehr, da trotz der markanten Erhöhung des Genossenschaftskapitals auch noch die anvertrauten Kundengelder auf knapp 296 Millionen Franken gestiegen sind. Mit diesen Geldern konnten der lokalen Wirtschaft sowie Wohneigentümern die nötigen Finanzierungen ermöglicht und der regionale Wirtschaftskreislauf gestützt werden.

Hypotheken weniger gefragt

Auch die verschärften Kreditvergabebedingungen verfehlen ihre Wirkung nicht. Die Nachfrage nach Hypothekarkrediten ging merklich zurück, und die Kundenberater mussten mehr als einmal potenziellen neuen Wohneigentümern den Traum vom künftigen Eigenheim nehmen.

Die Kundenausleihungen verzeichnen trotzdem einen Anstieg von 10,33 Millionen Franken und betragen neu rund 365 Millionen Franken. Die neuen Finanzierungen wurden hauptsächlich für selbstbewohntes Wohneigentum gesprochen.

Angebote ausgebaut

Um die Abhängigkeit vom Zinsengeschäft weiter zu reduzieren und die Erträge zu diversifizieren, baut Raiffeisen insbesondere die Kompetenz und das Angebot im Anlage- und Firmenkundengeschäft aus. Erfreulich zeigt sich demnach die Steigerung der der Raiffeisenbank Amriswil-Dozwil-Sommeri anvertrauten Depotvolumen von über sechs Prozent auf knapp 60 Millionen Franken.

Das Zinsengeschäft bleibt geprägt von engen Margen. Die historisch tiefen Zinssätze für Festhypotheken drücken weiterhin erheblich auf den Ertrag. Trotz diesem Umstand konnte in diesem Jahr die Zinsmarge wieder etwas gestärkt werden. Dadurch resultierte ein höherer Zinserfolg von 226 000 Franken auf 4,20 Mio. Franken (plus 5,68 Prozent). Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft ist leicht um 2,03 Prozent auf 0,587 Millionen Franken zurückgegangen. Demgegenüber entwickelte sich der Handelsertrag mit einem Zuwachs um 27,10 Prozent auf 0,340 Millionen Franken sehr positiv.

Weniger Personalaufwand

Auf der Aufwandseite nahm der Personalaufwand etwas ab, dafür aber der Sachaufwand zu. Dies ist vor allem auf die einmalige Emissionsabgabe von fast 170 000 Franken infolge der Mehrfachzeichnung zurückzuführen.

Der Geschäftsaufwand betrug 3,2 Millionen Franken (plus 5,04 Prozent). Trotz der höheren Ausgaben konnte der Bruttogewinn um stolze 6,04 Prozent auf 2,012 Millionen Franken ausgebaut werden.

Vorschriften übertroffen

Das Eigenkapital der Bank konnte um 18 Millionen Franken auf eindrückliche 34,4 Millionen Franken gesteigert werden und übertrifft mit einer Gesamtkapitalquote von 18,34 Prozent bei weitem die erforderlichen Eigenmittelvorschriften.

Nach Abschreibungen, Bildung von Rückstellungen und Steuern resultiert ein um 5,33 Prozent höherer Reingewinn von 0,60 Millionen Franken. Näheres erfahren die Genossenschafter an der Versammlung. (red.)

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