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Mehr als eine Prise Humor

Der Comedyexpress ist mit der neusten Eigenproduktion «Lachforelle mit Scharf» einmal mehr auf Erfolgskurs. Nur für zwei Zusatzvorstellungen sind noch Tickets erhältlich.
Hugo Berger

Sommeri. Die Behinderten-Schauspielgruppe betritt Neuland. Anders als etwa in «Achtung Baustelle» oder «Notfall in der Schwarzwitzklinik» ist die neuste Theaterproduktion von Clown Olli Hauenstein und Theatermacher Peter Wenk mit einem Dinner verbunden. Bei «Lachforelle mit Scharf» kochen und servieren nicht nur die Schauspieler auf der Bühne. Chefkoch Robert Berger vom Cafi Sommeri verwöhnt das Publikum in der Bildungsstätte kulinarisch mit einem Viergangmenu.

«Weil das Stück durch die Gänge immer wieder unterbrochen wird, müssen wir besonders darauf achten, dass der Zuschauer den Spannungsfaden nicht verliert», erklärt Olli Hauenstein. Auch könne das Stück als Gastspiel nur an einem Ort aufgeführt werden, der über die entsprechende Infrastruktur, sprich Küche verfüge.

Schauen, was herauskommt

Der Starkoch der Comedy- Küche versetzt seine Gäste mit der «Gigelisuppe» in einen Glückszustand, und die Kasse klingelt kräftig. Verständlich, dass sich die Mafia um das Geheimrezept bemüht.

Dies und die tolpatschigen Lehrlinge - einer davon ist Olli Hauenstein - machen dem renommierten Koch in «Lachforelle mit Scharf» das Leben schwer.

Nicht geheim ist das Rezept, nach welchem Peter Wenk und Olli Hauenstein ihre Stücke einstudieren. Man gehe spielerisch vor und berücksichtige die Möglichkeiten der Schauspieler, so dass keiner überfordert sei, erklären die Theatermacher, die den Comedyexpress vor sechs Jahren ins Leben gerufen haben.

«Zuerst legten wir das Thema fest, dann spielen wir eine entsprechende Szene durch und schauen, was dabei herauskommt.» In dieser spielerischen Form kristallisiere sich auch heraus, wer welche Rolle spiele. Ebenfalls werde den Akteuren der Dialog nicht in den Mund gelegt, sondern spreche jeder mit seinen eigenen Worten.

Blick von aussen

Eine Besonderheit des Comedyexpress liegt auch in der Regieführung: sie wird von Hauenstein und Wenk als gleichwertigen Partnern wahrgenommen. Auf der Bühne hat Hauenstein die Fäden in der Hand. Er stützt das Ensemble und improvisiert, wenn der Dialog ins Stocken gerät, während Wenk den Blick von aussen auf die Bühne richtet. «Wir tragen auch manchmal Meinungsverschiedenheiten aus, aber diese enden immer zugunsten des Theaters», sind sie sich einig. Der Erfolg gibt ihnen recht.

Der Comedyexpress kann auf zahlreiche Gastspiele in der Schweiz und im angrenzenden Ausland zurückblicken. Unter anderem wurde er zum Theaterfestival «Okkupation» nach Zürich sowie an die Theatertage in Friedrichshafen eingeladen.

Sämtliche Januar-Vorstellungen des Comedyexpress im Cafi Sommeri sind ausverkauft. Nur für die Zusatzvorstellungen vom 17. und 19. Februar (jeweils ab 18.30 Uhr) sind noch Tickets erhältlich. Reservation: 071 414 43 43 (während der Bürozeit) oder theaterwerkstatt@bs-sommeri.ch

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