«Mehr als eine Leistungsschau»

AMRISWIL. Seit gestern sind die Türen der 52. Awa geöffnet. Auf drei Stockwerken zeigt das Amriswiler Gewerbe einen breiten Querschnitt durch sein Angebot. Eröffnungsredner Roland Gutjahr betonte den geselligen Charakter der Ausstellung.

Rita Kohn
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Hielt die Eröffnungsansprache: Roland Gutjahr, Oberthurgauer des Jahres. (Bild: Reto Martin)

Hielt die Eröffnungsansprache: Roland Gutjahr, Oberthurgauer des Jahres. (Bild: Reto Martin)

AMRISWIL. Für Roland Gutjahr ist klar: «Die Awa ist ein Muss. Man trifft hier Freunde und Bekannte, das gibt Zusammenhalt.» Der Oberthurgauer des Jahres hielt die Rede zur Eröffnung der 52. Amriswiler Weihnachtsausstellung. Dabei blickte er auf frühere Zeiten zurück, als die Ausstellung noch in der Festhütte stattfand und ein zweiter Boden eingezogen werden musste, um alle Stände unterzubringen.

Nun finde die Ausstellung im Pentorama statt und sei ein Beweis dafür, dass Amriswil den Wandel der Zeit positiv angegangen sei. Überhaupt sei das Pentorama ein national bekanntes Gebäude mit weiter Ausstrahlung: «Amriswil ist mit dem Pentorama zur Kulturhauptstadt der Schweiz geworden», sagte Gutjahr mit einem Schmunzeln.

Schlaflose Nächte

Zurück zum Gewerbe, das die Awa erst möglich macht, sagte Gutjahr, er habe grossen Respekt vor den Ausstellern, die in dieser hektischen Vorweihnachtszeit die Mühe auf sich nehmen würden, die Ausstellung durchzuführen. Die Awa sei mehr als eine Leistungsschau des Gewerbes. Er lobte auch den Einsatz der Organisatoren: «Unzählige Stunden Hintergrundarbeit sind notwendig, um eine solche Ausstellung auf die Beine zu stellen.»

Ohne Initiative und Unternehmergeist geschehe nichts. Harte Arbeit am Tag sei notwendig und es müsse wohl auch manche schlaflose Nacht hingenommen werden, um als Unternehmer bestehen zu können.

Mit harschen Worten kritisierte Gutjahr das Einkaufsverhalten der Schweizer. «Ich habe Mühe damit, dass sie in der Schweiz von hohen Löhnen profitieren und dann im Ausland steuer- und zollfrei einkaufen.» Das schwäche die heimische Wirtschaft.

Ein spezielles Ereignis

Bevor OK-Präsident Stephan Häuselmann die Awa offiziell als eröffnet erklären konnte, fand auch Stadtammann Martin Salvisberg lobende Worte für alle Beteiligten. Er stehe hier nicht als Stadtammann, sondern als Leiter der Stadtverwaltung, sagte er mit einem Lächeln. Die Awa sei ein tragendes Element des örtlichen Gewerbes und ein spezielles Ereignis, das die Besucher ins Pentorama lade. Das Motto der Ausstellung aufgreifend, sagte Martin Salvisberg: «Ich bin überzeugt, dass an vielen Ständen Überraschungen geboten werden.»

Die Awa leiste einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität, schloss der Stadtammann und legte jedem Besucher ans Herz, das Motto 2012 umzusetzen.

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