Megatank schwebt über die Baustelle

ARBON. Am Donnerstag wurde der Tank der neuen Coop-Tankstelle an der Landquartstrasse in die Grube verlegt. Anwesend waren auch das Amt für Umwelt und zahlreiche Schaulustige.

Fritz Heinze
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Architekt Philipp Hirt beobachtet, wie der Tank langsam in das dunkle Verlies schwebt. (Bild: Fritz Heinze)

Architekt Philipp Hirt beobachtet, wie der Tank langsam in das dunkle Verlies schwebt. (Bild: Fritz Heinze)

Der Tank liegt bereit und daneben steht der riesige Kran der Firma Egger, der den Lupf mit dem 18 Meter langen Tank, der 23 Tonnen auf die Waage bringt, ausführen muss. Und etliche interessierte Zuschauer warten auch ungeduldig auf den bald davon schwebenden Tank. Architekt Philipp Hirt von der Firma Hirt Umwelttechnik AG hat die Planung der Tankstelle inne. Er ist täglich unterwegs in Sachen umweltsensibler Projekte und ist auch an diesem Morgen schon früh auf dem Bauplatz an der Landquartstrasse, um die Arbeiten von A bis Z überwachen zu können.

Gut gesichert für den Betrieb

Tatsächlich handelt es sich beim Bau der Tankstelle nicht um einen ganz «kleinen Fisch», sind doch zahlreiche Umweltvorschriften zu berücksichtigen. Dafür, dass diesbezüglich alles rund läuft, sorgen das erwähnte Architekturbüro und, dass alle Vorschriften wirklich eingehalten werden, auch das Amt für Umwelt des Kantons Thurgau. Vom Hersteller des 120 000 Liter fassenden Tanks wird unmittelbar vor der Versenkung die letzte Prüfung vorgenommen.

Die Dichtigkeit der Aussenbeschichtung wird mittels eines speziellen Hochspannung-Prüfgerätes an der Tankoberfläche unter die Lupe genommen. Zusätzlich sind noch weitere Sicherungssysteme eingebaut, um spätere Schäden zu verhindern oder rechtzeitig die zuständigen Organe zu alarmieren.

Sicherheit ist am wichtigsten

Josef Häfeli vom Amt für Umwelt weiss, auf welche Punkte er beim Einlassen des Tanks in die Grube achten muss. Obwohl das gesamte Projekt von Amtes Seite genehmigt wurde, überwacht er die Arbeiten letztinstanzlich: die Dichtheitskontrolle, das Abdichten der Oberflächen bei den Haken sowie das Arretieren des Tanks in der Grube mit Sand, das Überwerfen der Hülle und das abschliessende Auffüllen der Grube mit Kies.

Mit dem Versenken des Mineralölabscheiders in der Grube ist eine weitere wichtige Komponente plaziert. Er gewährleistet die Sicherheit bei einem Unfall beim Auffüllen des Tanks. «Die grösste Gefahr ist der Umschlag vom jeweiligen Tankfahrzeug in den Tank», sagt Häfeli und dafür sei der Mineralölabscheider zuständig. Der Tank wird künftig mit 60 000 Litern Bleifrei 95, mit 20 000 Litern Bleifrei 98 und 40 000 Litern Diesel gefüllt sein. Da muss die Sicherheit gewährleistet sein. Die Tankstelle mit Coop Pronto wird voraussichtlich im Februar 2014 eröffnet.