«Max & Moritz» geht in die Verlängerung

ROMANSHORN. Bea Loppacher wollte ihren Laden in Romanshorn mit Spielwaren, Bekleidung und Babyartikeln eigentlich wegen des starken Schweizer Frankens im Herbst schliessen. Nun macht sie doch weiter bis mindestens Ostern. Es geht nicht anders.

Markus Schoch
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Bea Loppacher mit einem Teddybären in ihrem Geschäft. (Archivbild: Reto Martin)

Bea Loppacher mit einem Teddybären in ihrem Geschäft. (Archivbild: Reto Martin)

Es ist anders gekommen, als es Bea Loppacher erwartet hat.

Im Herbst wolle sie endgültig aufhören, sagte die Chefin von «Max & Moritz» Mitte August gegenüber unserer Zeitung. «Würden wir in diesem Zustand weitermachen wie bisher, müsste ich ein weiteres Jahr praktisch ohne Angestellte arbeiten, und dies geht auf die Dauer nicht,» erklärte Loppacher, die seit acht Jahren keine Ferien mehr gemacht hat. Seit dem Start mit einem eigenen Geschäft, damals noch an der Alleestrasse.

Doch die Lager waren einfach zu gross, als dass Loppacher ihre ehrgeizigen Pläne hätte umsetzen können. Obwohl es ihr nach eigenen Worten «sensationell» lief, nachdem die Thurgauer Zeitung nach den Sommerferien über ihre Probleme berichtet hatte.

Acht Lager geleert

Mittlerweile sind zwar acht ihrer Depots leer, aber die Verkaufsräume in ihren beiden Läden an der Bahnhofstrasse sind immer noch voll.

Loppacher fährt deshalb mit der Liquidation fort im grösseren der beiden Geschäfte, und zwar bis Weihnachten. Die Artikel bietet sie zu stark herabgesetzten Preisen an. In den beiden Räumen daneben hat sie die Spielwaren, Kleider und Babysachen, die nicht reduziert sind.

Ohne Hilfe nicht möglich

Dieses kleine Ladenlokal führt sie noch mindestens bis Ostern. Im Januar allerdings nimmt sich Loppacher Ferien, die sie so lange nicht mehr hatte. Und ab Februar ist das Geschäft nur noch am Morgen offen.

Machen könne sie das alles nur, weil ihr eine «gute Freundin» hin und wieder helfe, sagt Loppacher.