MAUREN: Die Basisstufe wächst

Im vergangenen Jahr hat es im Sonderschulheim einige Veränderungen gegeben: Nebst einem neuen Förderungskonzept wurden auch zwei Fachstellen geschaffen.

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Das Sonderschulheim Mauren aus der Vogelperspektive. (Bild: PD)

Das Sonderschulheim Mauren aus der Vogelperspektive. (Bild: PD)

Das Sonderschulheim Mauren hatte im letzten Schuljahr einen vollen Terminkalender: Im August 2016 ging die gesamte Schule auf Schulreise, wobei jede Klasse ein anderes Ziel ansteuerte. Zum ersten Mal seit drei Jahren durften die Schüler und Schülerinnen wieder am Verkehrsunterricht mit Verkehrsinstruktor Reto Dörig teilnehmen. Im Oktober besuchten die Angestellten im Rahmen des Mitarbeiterausflugs das Massnahmenzentrum Kalch­rain. Vor Weihnachten konnten Angehörige und Zuschauer ein buntes Schauspiel erleben. Der Erlös aus dem Bazar und der ­Kaffeestube ging an das «Sertshang Orphanage Home» in Kathmandu.

Das Wintersportlager fand im Lagerort Savognin statt. Dort fuhren die Kinder Ski oder Snowboard, schlittelten oder konnten die weisse Pracht beim Schneeschuhlaufen geniessen. Die jüngeren Kinder im Kindergarten- und Unterstufenalter durften in ihrer Projektwoche einen alten Bauwagen einrichten und konnten dabei auch praktische Fähigkeiten erlernen. Im Mai 2017 führte die Schule zusammen mit der Dorfschule den Sporttag durch.

Schüler nehmen Abschied und blicken in die Zukunft

Das Spielfest zum Abschluss des Jahres fand im Juni unter dem Motto «Recycling» statt. Nebst einer Vielfalt an Spielen boten die Schüler und Schülerinnen auch kulinarische Genüsse. Diejenigen, welche die Schule im Sommer verliessen, nahmen Abschied und berichteten den Besuchern von ihrer Zukunft und ihrer Zeit in Mauren. Zu Beginn des Schuljahres besuchten 58 Kinder die Schule. Zum dritten Mal in Folge gab es für die Plätze in der Basisstufe (Kindergarten/Unterstufe) eine grosse Anfrage, sie war sogar leicht überbelegt, wie dem Jahresbericht des Sonderschulheims zu entnehmen ist. Acht der abgegangenen Schüler haben nach den Sommerferien eine Ausbildung begonnen oder sind in eine Berufsvorbereitungsklasse übergetreten.

Im Schuljahr 16/17 gab es auch einige Veränderungen. Ein neues Förderungskonzept, welches die pädagogische Arbeit im Sonderschulheim regelt, trat mit Beginn des Schuljahres in Kraft. Zu Beginn des Kalenderjahres 2017 hat die Schule ihre Leitungsstrukturen umgestellt. Neu werden die beiden Wohngruppen von je einer Leiterin geführt. Die Leitung der Tagesbetreuung und der Schulassistentin wurden zusammengelegt. Im Rahmen dieser Umstellung konnten zwei interne Fachstellen geschaffen werden, die Fachstelle Pädagogik und die Fachstelle Prävention.

Isabella Gómez

isabella.gomez@thurgauerzeitung.ch