Maturajahr – was kommt danach?

In ihrem letzten Schuljahr entwickeln Maturandinnen und Maturanden berufliche Visionen. An der PMS halfen ihnen in einem Pilotprojekt zwei Personaltrainerinnen dabei.

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Kommentiert die aufgeklebten Werte-Kärtchen der Schülerinnen und Schüler: Coach Nicole Bischof. (Bild: zVg)

Kommentiert die aufgeklebten Werte-Kärtchen der Schülerinnen und Schüler: Coach Nicole Bischof. (Bild: zVg)

Kreuzlingen. Mit Beginn des neuen Schuljahres drücken zurzeit rund 170 Maturandinnen und Maturanden die Schulbank in den zwei Mittelschulen von Kreuzlingen. Für sie ist die Frage «Was kommt danach?» aktueller denn je. Das Angebot an Studien- und Ausbildungsgängen ist unüberschaubar gross und macht die richtige Wahl nicht einfach. Häufig sind viele neue Berufsbilder noch nicht ausreichend bekannt oder das konkrete Berufsprofil unscharf.

Die Auswahl des richtigen Berufs für die jungen Erwachsenen hat eine Tragweite wie kaum eine andere Entscheidung in diesem Lebensabschnitt.

Initiative der Klassenlehrerin

Gerade um das Thema der beruflichen Ausrichtung drehte sich ein Pilotprojekt an der Pädagogischen Maturitätsschule Kreuzlingen (PMS) im vergangenen Schuljahr.

Initiiert wurde das Projekt für die 21 Maturandinnen und Maturanden im Alter von 19 und 20 Jahren von Klassenlehrerin Christine Forster gemeinsam mit den beiden Trainerinnen (Coachs) Nicole Bischof und Katharina Regler. Die zwei Personaltrainerinnen sind auf Coachings in beruflichen Neuorientierungssituationen spezialisiert.

Hilfreicher geschützter Raum

Für einen Grossteil der Klasse war klar: «Wir wollen an die Pädagogische Hochschule.» Aber was machen Unentschlossene? In fünf Unterrichtseinheiten setzten sich die Schulabgänger der PMS in Workshops, Gruppen- und Einzelgesprächen mit ihren persönlichen Stärken, Ressourcen und dem daraus resultierenden Potenzial auseinander.

«Es war für die Schülerinnen und Schüler sehr hilfreich, sich in einem geschützten Raum mit ihren Kompetenzen, beruflichen Wünschen und Ideen zu beschäftigen», schildert die Pädagogin Forster ihre Beobachtungen.

Neben der Analyse der eigenen Fähigkeiten spielt im Coaching unter dem Titel «Matura – was jetzt?» auch die Einschätzung der Karrierechancen in verschiedenen Berufen eine wichtige Rolle.

«Wir fanden es toll, in den Übungen auch die Einschätzung unserer Mitschüler zu den eigenen Stärken und möglichen beruflichen Einsatzfeldern zu bekommen», berichten die Projektteilnehmer Cyrill und Kathrin.

Frei von Zwängen

Die beiden Trainerinnen schätzen Zeiträume, in denen sich die jungen Erwachsenen gezielt und mit externer Unterstützung mit ihren Stärken und Berufszielen auseinandersetzen können, für sehr wichtig ein.

«Nicht den Erwartungen anderer zu entsprechen, sondern die eigene Berufung zu finden und ihr zu folgen ist nicht einfach. Für die Heranwachsenden stellt dies häufig eine nur schwer umsetzbare Aufgabe dar», beschreiben Nicole Bischof und Katharina Regler ihre Beobachtungen.

Im Coaching können sich die Teilnehmer frei machen von eigenen Zwängen, Ideen entwickeln und Vorfreude schöpfen auf die kommende Etappe. Weitere Informationen erhalten interessierte Schulen unter www.entwicklung-individuell.ch oder www.entwick lung-individuell.de. (pd)

Kontakt: Nicole Bischof, Tel. 081 413 01 66, bischof@entwicklung-individuell.ch; Katharina Regler, Tel. 0049 8431 43 299 40, regler@entwicklung-individuell.de

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