Martinisömmerchen

Das Martinisömmerchen macht seinem Namen auch dieses Jahr wieder volle Ehre. Es ist die letzte ruhige spätherbstliche Wetterlage vor dem beginnenden Winter und findet im Allgemeinen um St. Martin (11. November) statt.

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Das Martinisömmerchen macht seinem Namen auch dieses Jahr wieder volle Ehre. Es ist die letzte ruhige spätherbstliche Wetterlage vor dem beginnenden Winter und findet im Allgemeinen um St. Martin (11. November) statt.

Für uns Seeanwohner bedeutet diese Wetterlage allerdings viel Nebel, feuchtkaltes Wetter, dazu vielleicht noch eine leichte Bise. Um dieses «Sömmerchen» zu geniessen, muss man schon über den Nebel steigen und der liegt in dieser Woche um 700 bis 900 Meter.

Ansonsten sind witterungsmässig kaum Veränderungen zu erwarten. Es bleibt mehrheitlich grau. Der Nebel wird genährt durch die feuchte Grundschicht über dem Unterland. An ihrer Obergrenze hält sich die bekannte Wetterfront in der Horizontalen – das Nebelmeer. Die Novembersonne ist zu kraftlos, um den Nebel in grösserem Umfang aufzulockern oder gar aufzulösen.

Die Temperaturen sind indessen noch nicht sehr kalt, aber ohne Sonne doch kühl und bewegen sich in dieser Woche zwischen zwei Grad am Morgen und acht Grad am Nachmittag. Bisher hatten wir nur zwei leichte Fröste von Null Grad zu verzeichnen. Es wird also auch diese Woche nicht kälter. Und am See ist kaum Frost zu erwarten. Er wirkt in dieser Jahreszeit wie eine Bettflasche und erwärmt die Uferregionen noch lange mit seinem vom Sommer aufgewärmten Wasser. (cf)