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Marathon der feinen Töne

19 Thurgauer Pianistinnen und Pianisten haben sich zu einem Klaviermarathon zusammen- gefunden. Nach dem glücklichen Auftakt in Kreuzlingen wird nun in Amriswil gespielt.
Rita Kohn

«Für Pianisten gibt es extrem wenig Auftrittsmöglichkeiten», sagt André Manz, während Jahrzehnten Organist an der evangelischen Kirche Amriswil und Gründer der Amriswiler Konzerte. «Ein Pianist spielt in der Regel nie wieder so gut wie in dem Moment, in dem er seine Konzertprüfung ablegt.» Denn der Alltag hole die jungen Musiker schnell einmal ein, um zu überleben müssen sie als Lehrkraft oder in anderen Berufen arbeiten. Viel Zeit für das eigene Klavierspiel bleibt dann meist nicht mehr. «Dazu kommt, dass nur wenige Konzerte auf Auftritte von Pianisten ausgerichtet sind.

» Da hätten es alle anderen Instrumentalisten wesentlich einfacher.

Dem Klavier gewidmet

So freut sich André Manz, der als letzten Einsatz für die Amriswiler Konzerte mitgeholfen hat, das Programm TG Pianorama auf die Beine zu stellen, auf die Konzerte vom kommenden Samstag. Es sei grossartig, dass der Musikmarathon mit zweimal vier Konzerten zustande gekommen sei.

«Ich hoffe nun natürlich, dass es nicht die einzige Veranstaltung in diesem Rahmen bleiben wird, sagt der Amriswiler Musiker und Veranstalter. Das Pianorama solle möglichst eine Eigendynamik entwickeln und zu einem fixen Punkt im Thurgauer Kulturkalender werden.

Flügel vorhanden

Obwohl André Manz mit einem grossen Interesse der Besucherinnen und Besucher rechnet, steht er für die Wahl des Kirchgemeindehauses als Konzertsaal anstelle des Pentoramas ein.

«Im Kirchgemeindehaus ist ein Flügel vorhanden», führt er einen der wesentlichsten Punkte an. Ausserdem bietet es verhältnismässig viel Platz, sollte also alle Interessierten aufnehmen können. Einzig über die Organisation zwischen den einzelnen Konzerten macht sich André Manz Gedanken. Er hoffe, dass der Platz ausreiche, um die Besucher, die mehrere Konzerte hören wollen, in den Pausen aufzunehmen.

Instrument stimmen

Für einen, der am Samstag im Einsatz stehen wird, braucht es die Pausen unbedingt: für den Klavierstimmer. «Spätestens nach einer Stunde intensiven Spiels ist ein Klavier verstimmt», weiss André Manz. Denn ein solches Konzert, erst recht, wenn vierhändig gespielt wird, verlangt vom Instrument einiges ab. Während sich das Publikum und die Mitwirkenden in der Pause erfrischen, braucht der Klavierstimmer Ruhe im Saal, um das Instrument wieder optimal klingen zu lassen.

Es sei eigentlich nur eine leichte Korrektur, schränkt André Manz ein. Das Stimmen eines Klaviers oder Flügels ist eine zeitintensive Angelegenheit, muss aber regelmässig ausgeführt werden.

Kaum Vergleichbares

Den Freunden von Pianoklängen werde mit dem Pianorama etwas geboten, für das es kaum Vergleichbares gebe. Dazu komme, dass sich der Thurgau über eine beachtliche Anzahl von ausgezeichneten Pianisten im Kanton freuen dürfe.

Sie unter ein Dach zu bringen und mit ihnen gemeinsam einen Klaviermarathon auf die Beine zu stellen, sei eine gute Erfahrung gewesen. «Die Organisation des nächsten Marathons wird nun aber in jüngere Hände gegeben», sagt André Manz bestimmt. Mit der Übergabe der Amriswiler Konzerte in die Hände von Natasa Zizakov und Thomas Haubrich steht ein versiertes Duo bereit, um einen allfällig nächsten Klaviermarathon erneut in die Reihe der Amriswiler Konzerte einzubinden.

Ähnliche Veranstaltung

Es ist nicht das erste Mal, dass André Manz bei einem solchen Marathonprojekt mitwirkt. Vor vielen Jahren habe er – ebenfalls im Kirchgemeindehaus – etwas Ähnliches durchgeführt. «Damals hatten wir zwischen den einzelnen Konzertblöcken nur eine Viertelstunde eingeplant», blickt er zurück und meint: «Das hat auch funktioniert.» Aber beim diesjährigen Marathon soll genügend Zeit bleiben, aus dem Saal zu strömen und für das nächste Konzert wieder einen Platz zu finden, ohne dass sich jemand deshalb gestresst fühlt.

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