«Man erwartet etwas von Ihnen»

Das Kemmental muss in Zukunft auf zwei langjährige Gemeinderäte verzichten. Vier neue Kandidaten wollen nun in die Behörde nachrücken. Eine unterhaltsame Podiumsdiskussion brachte Aufschluss über deren Ansichten.

Urs Brüschweiler
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Treten an für das Wohl des Kemmentals: Roman Steuble, Eliane Rupp, Michel Vogt (alle neu), Michèle Strähl-Obrist, Walter Ludwig und Gemeindeammann Walter Marty (alle bisher) (v.l.). (Bild: Urs Brüschweiler)

Treten an für das Wohl des Kemmentals: Roman Steuble, Eliane Rupp, Michel Vogt (alle neu), Michèle Strähl-Obrist, Walter Ludwig und Gemeindeammann Walter Marty (alle bisher) (v.l.). (Bild: Urs Brüschweiler)

alterswilen. Monika Knill, früher selber Gemeinderätin im Kemmental und heute Regierungsrätin des Kantons Thurgau, durfte am Donnerstagabend im Namen der SVP-Ortspartei rund 70 Einwohner im Mehrzwecksaal Alterswilen begrüssen.

Die Vorstellung aller sieben Kandidaten für die Gemeinderatswahlen am 13. Februar wurde von René Meier moderiert.

Der Alterswiler verstand es gekonnt, manchmal direkt und zielsicher, oft auch mit einem Augenzwinkern, immer mit genauen Kenntnissen der Ortsverhältnisse, Fragen zu stellen. «Man erwartet etwas von Ihnen», erklärte er und gab damit gleich am Anfang zu verstehen, dass nach den Rücktritten von Ernst Forster und Werner Meister die neue Behörde mindestens gleich stark besetzt werden muss.

Aktuelle Räte überzeugen

Neben den Bisherigen, das sind Gemeindeammann Walter Marty und die Gemeinderäte Michèle Strähl-Obrist und Walter Ludwig, die alle souveräne Auftritte ablieferten, kandidieren neu Eliane Rupp-Schütter aus Lippoldswilen, Roman Steuble aus Alterswilen, Michel Vogt aus Ellighausen und Maya Ulrich-Fitzi aus Hugelshofen. Letztere war am Donnerstag aufgrund eines Spitalaufenthalts nicht persönlich am Podium anwesend und wurde durch Beat Horber vertreten.

Sie sei «nicht ganz unglücklich» darüber, dass sie nicht persönlich vor so vielen Leuten reden müsse, gestand Beat Horber in Maya Ulrichs Namen ein. Ein besserer Informationsfluss von der Gemeinde an die Bürger sei ihr ein Anliegen. Das Ressort Land- und Forstwirtschaft würde sie gerne von Ernst Forster übernehmen. Eliane Rupp betonte ihr gutes Netzwerk, das sie sich als ehemalige Gemeindeangestellte im Kemmental und heute beim Amt für Informatik des Kantons aufgebaut habe.

Sie wolle den Ortsteil Lippoldswilen vertreten, sei politisch ungebunden und habe einen eigenen Kopf.

Der «Faktor Vettel»

Das kundenfreundliche Denken wolle sie in der Gemeindeverwaltung fördern und in bezug auf das Standortmarketing am «Faktor Vettel» anknüpfen.

Roman Steuble, bekannt als Mitglied der Akrobatikgruppe Triangel und des Neuwiler Turnvereins, würde sich gerne um Sport und Kultur kümmern. Für eine neue Mehrzweckhalle wolle er sich einsetzen.

Er habe einen guten Draht zum Volk, insbesondere zu den Vereinen, und sei bodenständig und offen.

Der Jüngste der Kandidaten ist mit 21 Jahren Michel Vogt. Er ist in der Parteileitung der Jungen SVP Thurgau und Präsident des Jugendforums Thurgau. Vogt findet, dass das Angebot für Jugendliche im Kemmental zu klein ist. Trotzdem wünscht er sich, dass die Gemeinde Kemmental ländlich bleibt, gut erschlossen, mit hoher Lebensqualität.

Musste sich am Donnerstag vertreten lassen: Maya Ulrich-Fitzi. (Bild: zVg)

Musste sich am Donnerstag vertreten lassen: Maya Ulrich-Fitzi. (Bild: zVg)