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MÄRWIL: Mixklassen statt Klassenmix

Ab nächstem Schuljahr werden die Kinder in der Primarschulgemeinde Regio Märwil im Mehrklassensystem unterrichtet. Die Behörde strebt mit der Umstellung einen einheitlichen Unterricht an. Zudem werde das Miteinander gefördert.
Mario Testa
Die fünf Mitglieder der Primarschulbehörde Regio Märwil trafen sich am Montag zu einer regulären Sitzung im Schulhaus Märwil: Präsident Felix Diggelmann, Manuel Humbel, Renata Franciello, Martin Reinhard und Monika Raschle. (Bild: Mario Testa)

Die fünf Mitglieder der Primarschulbehörde Regio Märwil trafen sich am Montag zu einer regulären Sitzung im Schulhaus Märwil: Präsident Felix Diggelmann, Manuel Humbel, Renata Franciello, Martin Reinhard und Monika Raschle. (Bild: Mario Testa)

MÄRWIL. Die Klassengrössen in der Primarschulgemeinde Regio Märwil variieren stark. Es gibt eine Klasse mit Kindern eines Jahrgang und eine solche mit zwei Jahrgängen in Märwil, ebenfalls eine mit zwei Jahrgängen in Friltschen und gar eine mit drei Altersstufen in Lanterswil. Insgesamt sieben Klassen zählt die Primarschulgemeinde. «Derzeit herrscht ein grosses Durcheinander in den Klassenaufteilungen», sagt Felix Diggelmann. «Mit dem Fokus auf Parallelität und einheitliche Strukturen wollen wir das nun ändern und überall das Mehrklassensystem einführen. Das sorgt auch für verbesserte Strukturen für unsere Lehrerinnen.»

Eine Klasse mehr in zwei Jahren

In einem ersten Schritt werden nach den Sommerferien alle Unterstufenklassen auf das Mehrklassensystem mit drei Jahrgängen umgestellt; 1.- bis 3.-Klässler werden zusammen beschult. In einem zweiten Schritt folgt ein Jahr später die selbe Umstellung in der Mittelstufe, wo dann überall 4.- bis 6.-Klässler zusammen unterrichtet werden. Im gleichen Zug wird im Sommer 2017 die Anzahl Klassen um eine erhöht. «Das liegt an den geburtenstarken Jahrgängen», sagt Diggelmann.

Nebst der Vereinheitlichung strebt die Schulbehörde mit der Umstellung auf altersdurchmischtes Lernen auch ein sozialeres Lernen an. «Das soziale Lernen ist ein grosser Vorteil. Kleinere und grössere Kinder lernen gemeinsam, unterstützen sich, kommunizieren miteinander», sagt Diggelmann. Damit wirke die Schule auch dem Trend der immer grösseren Individualisierung entgegen. «Es braucht einen Gegenpol dazu, das Miteinander. Und das fördern wir im neuen System.»

Höchstens 20 Kinder pro Klasse

Durch die Umstellung auf das Mehrklassensystem mit Unterrichts-Assistenzen und die Einführung einer zusätzlichen Klasse werden die Klassen kleiner. «Noch maximal 20 Kinder sollten künftig in einer Klasse sein.»

Kostenseitig habe die Umstellung kaum Auswirkungen, sagt Diggelmann, der auch als Schulleiter der Primar Regio Märwil amtet. «Wir bekommen durch die Umstellung aufs Mehrklassensystem zehn Prozent mehr Unterstützung vom Kanton», sagt er. «Die zusätzliche Klasse hebt diese Mehreinnahmen dann wieder in etwa auf.»

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