MÄRWIL: Mit Röbi zum Osterhasen

Am Montag hat der Verein Historische Mittel-Thurgau-Bahn zur Spezial-Fahrt durch den Kanton eingeladen. Die Fahrt mit dem historischen Zug und die Nestersuche begeisterten die Teilnehmer.

Monika Wick
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Nach der Ankunft mit dem historischen Zug in Oppikon spazieren die Kinder mit dem Osterhasen ans Märwiler Riet. (Bild: Monika Wick)

Nach der Ankunft mit dem historischen Zug in Oppikon spazieren die Kinder mit dem Osterhasen ans Märwiler Riet. (Bild: Monika Wick)

Monika Wick

weinfelden

@thurgauerzeitung.ch

«Da ist er, da ist er», rufen Emil und Luzia Bachofen und deuten auf den Osterhasen, der beim Bahnhof Oppikon auf seine Besucher wartet. Die beiden Geschwister aus Eschlikon nahmen am Montagnachmittag zusammen mit ihrer Mutter Carola Gerber an der Osterhasen-Fahrt vom Verein Historische Mittel-Thurgau-Bahn teil. Die 90-jährige elektrische Lokomotive «Röbi» zog die Passagiere von Romanshorn bis nach Oppikon.

Kaum kommt der historische Zug zum Stillstand, strömen die rund 70 kleinen und grossen Passagiere ins Freie, um den Osterhasen zu begrüssen. «Ich habe ein Telefon von meiner Grossmutter erhalten. Sie hat erzählt, dass ein entfernter Verwandter ein Loch in seinem Sack hatte und darum seine Schoggi-Eier verloren hat», erzählt der Osterhase, in dessen Rolle der Oppikoner Thomas Keller schlüpfte. Nachdem er die Kinder gebeten hat, ihm bei der Suche nach den Eiern behilflich zu sein, setzt sich der Tross in Bewegung.

Mit Feuereifer sammeln die Kinder die Eier ein, die der Gruppe gleichzeitig den Weg zum Märwiler Ried weisen. Oftmals werden dabei sogar die mahnenden Worte vom Osterhasen und den Eltern überhört, anderen Kindern auch eine Chance zu geben, Eier zu finden. Dieses Problem gibt es beim Ried nicht mehr. Für alle Kinder ist ein grosser Schokoladen-Osterhase versteckt, den es nun zu finden gilt.

Schoggihasen sind im Ried versteckt

Die Affeltrangerin Salome Glauser erfüllt die Aufgabe als Erste, bereits nach fünf Minuten kehrt sie mit ihrer Trophäe zurück. «Die Osterhasen-Fahrt macht mir riesigen Spass. Vor allem hat es mir gefallen, bei der Fahrt mit dem Zug im Freien zu stehen», schwärmt die 10-Jährige. «Der Ausflug zum Osterhasen hat sich auf alle Fälle gelohnt», bestätigt auch Dirk Herold. Zusammen mit seiner Frau Isabel und den beiden Kindern Mareen und Marlon ist er aus dem ostdeutschen Leipzig angereist. «Wir sind aber nicht extra wegen der Osterhasen-Fahrt hier, sondern bei der Schwiegermutter in Berg zu Besuch», fügt er lachend hinzu.

Luana Pfister berichtet derweil von ihrer Fahrt mit dem Hundewagen. «Es war ganz schön schnell, aber ich hatte gar keine Angst», sagt die 7-jährige Wilerin aufgeregt. Die Idee für die Hundewagenfahrten stammt von Luzia Huber, deren Mann Mitglied des Vereins Historische Mittel-Thurgau-Bahn ist. «Vor etwa zehn Jahren habe ich bei der Verpflegung mitgeholfen. Da dachte ich mir, dass es doch schön wäre, den wartenden Kindern Hundewagenfahrten anzubieten», sagt sie. Der Abschied vom Osterhasen fällt einigen Besuchern nach dem gelungenen Nachmittag nicht so leicht. «Tschüss Osterhase! Bis zum nächsten Mal!», rufen sie, als sich der Zug am Bahnhof Märwil in Richtung Romanshorn aufmacht.