MÄRSTETTEN: Verkaufen statt wegwerfen

Gestern veranstaltete der Frauenverein die Kleider- und Spielzeugbörse. Die Besucherzahl stieg in diesem Jahr wieder.

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Manuela Breu und ihre Tochter an der Kleider- und Spielzeugbörse im Kirchgemeindehaus Märstetten. (Bild: Isabella Gómez)

Manuela Breu und ihre Tochter an der Kleider- und Spielzeugbörse im Kirchgemeindehaus Märstetten. (Bild: Isabella Gómez)

Ob Puzzles, DVDs, Brettspiele, Plüschtiere oder Bekleidung – in der Kleider- und Spielzeugbörse in Märstetten findet man fast alles, was das Kinderherz begehrt. Seit über 20 Jahren wird die Börse vom Frauenverein Märstetten organisiert. Sie wird jedes Jahr ­jeweils zweimal veranstaltet: einmal im Frühling und einmal im Herbst. Die Kleider, die man kaufen kann, entsprechen dann der Jahreszeit.

Jeder kann Spielzeuge und Kleider in die Börse bringen, die Preise können selbst bestimmt werden. Der Frauenverein Mär­stetten macht Empfehlungen zu den Preisen, damit sie angemessen sind. «Wir kontrollieren auch jedes Stück. Kleider, die Löcher haben oder nicht mehr in guter Form sind, werden nicht verkauft. Wenn Spiele nicht voll­ständig sind, muss es auf der Verpackung stehen», sagt Manuela Breu, Hauptverantwortliche der Kleider- und Spielzeugbörse.

Auf den ersten Blick sieht man in der Börse ganz viele Kinder. Im unteren Stock befinden sich die Spielzeuge, im oberen die Kleider. «Velos und Spielzeuge werden immer schneller verkauft als Kleider. Das ist halt, was die Kinder wollen», sagt Breu.

Die Investitionen lohnen sich

In den letzten drei Jahren liefe es nicht so gut mit der Börse. In diesem Jahr seien aber wieder viele gekommen. «Im vergangenen Jahr war der Aufwand grösser als die Einnahmen. Es lohnt sich ­jedoch, weiterzumachen», sagt Manuela Breu. 30 Prozent der Einnahmen gehen an den Frauenverein. Das Geld setzen die Frauen ein für wohltätige Zwecke oder Spenden an Organisationen. «Wir haben vor, die Kleider- und Spielzeugbörse weiterhin zu ­veranstalten. Es ist schön, dass Sachen, die ein Kind nicht mehr braucht, nicht einfach weggeworfen werden müssen», sind sich die Frauen einig.

Isabella Gómez

isabella.gomez@thurgauerzeitung.ch