MÄRSTETTEN: Tausendundeine Stimme

Am Samstag hat der Männerchor zu seiner Abendunterhaltung eingeladen. Das Motto war «Wie dihei».

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Gemeinsam auf der Bühne: Der Männerchor Märstetten und der Coro Mille Voci begeisterten das Publikum. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Gemeinsam auf der Bühne: Der Männerchor Märstetten und der Coro Mille Voci begeisterten das Publikum. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Gemütlichkeit sprang die Gästeschar schon bei der Begrüssung an: Eine Stube als Bühne. «Wie dihei!» lautete das Motto der diesjährigen Abendunterhaltung. «Dihei» ist dort, wo man sich wohlfühlt, im Dorf, im Kanton, wo sich die unterschiedlichsten Menschen treffen und singen. Unterstützt wurde die heimelige Darbietung des Männerchors durch den Coro Mille Voci aus Frauenfeld.

Sänger Tobias Arni, der als charmant-witziger Moderator durchs Programm führte, trieb die Stimmung voran. Er lieferte Hintergründe der Lieder und ­sogar übers Bier, denn in der Schweiz gebe es 1084 steuerpflichtige Bierbrauereien, 22 davon im Thurgau. Beim Lied «Casatschok» war beim Männerchor noch eine leise Nervosität spürbar, doch schon bei «Glocken der Heimat» und «Heimat» überzeugten sie mit voller Dynamik. Dem Publikum wurde warm ums Herz. Es rief nach Zugaben.

Der Höhepunkt des Abends

Der Auftritt des Coro Mille Voci folgte. Stimmstärke, Spass und Elan sprangen bei den vorgetragenen Liedern über. «Diese Stimmen», schwärmte eine Gruppe Zuhörer. Zu einem Höhepunkt des Abends wurde der gemeinsame Auftritt des Männerchors und des Coro Mille Voci. Da liessen sie gemeinsam «Alperose» aufblühen. Das Publikum sang mit und forderte Zugaben.

Nach Gesang gab es Theater und Tanz

Im nicht voll besetzten Saal herrschte Begeisterung, Männerchorpräsident Simon Schwarz durfte Komplimente sammeln. Auch das Lustspiel «Eimol New York» der Theatergruppe machte dem Männerchor viel Ehre. Ausbrechen aus der Senioren­residenz Seelenfrieden, einmal nach New York: Das wurde tur­bulent ins Licht gesetzt. Irdisch, ­verschmitzt, mit Weisheiten aus dem Herzen. Simon Schwarz führte geschickt Regie und hat das spezifische Können der Darsteller passend eingesetzt. Nach dem tosenden Applaus wurde zum Tanz geladen.

Margrith Pfister-Kübler

weinfelden@thurgauerzeitung.ch