MÄRSTETTEN: Grosse Gefühle auf der kleinen Bühne

Im September kommt ein neues Stück auf die Bretter der kleinen Oper von Jürg Trippel. Er zeigt sechs Aufführungen von «Don Quichotte chez la Duchesse».

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Jürg Trippel in seiner kleinen Oper. (Bild: Mario Testa (September 2015))

Jürg Trippel in seiner kleinen Oper. (Bild: Mario Testa (September 2015))

«Mit einer Oper von Henry Purcell haben wir vor vier Jahren die kleine Oper von Märstetten eingeweiht» sagt Jürg Trippel, der Initiant des Projektes und musikalischer Leiter. Er hat sich als Dirigent des Praetorius-Vokal-Ensemble aus St. Gallen schon vor zwanzig Jahren mit dieser Idee befasst, an verschiedenen Orten drei Opern inszeniert und dann entschlossen, seinen 400 Jahre alten Stall zu einer kleinen Oper auszubauen. Nun steht die dritte Produktion an, die dort zur Aufführung kommt.

Mit den zwanzig Sängerinnen und Sängern seines Chors probt Trippel je zur Hälfte in der Musikschule St. Gallen und seiner Oper in Märstetten. Er wird bei der aktuellen Produktion unterstützt von zehn Musikern, Regie führt Barbara Sturzenegger. Die Oper «Don Quichotte chez la Duchesse» wurde 1743 in Paris erstmals aufgeführt. «Inhaltlich ist das Ganze ein Theater im Theater mit vielschichtigen Handlungen», erklärt Trippel. Die Komödie handelt von Quichottes Besuch bei einer französischen Herzogin. Diese versucht mit allerlei Intrigen, den Edelmann von seiner Weiterreise abzuhalten und für sich zu gewinnen – bis zum Schluss vergeblich. (le.)