MÄRSTETTEN: Es wird laut und fröhlich

In drei Wochen findet an der Bahnhofstrasse das 13. Eidgenössische Scheller- und Trychlertreffen statt. Der Grossanlass mit rund 3000 Teilnehmern stellt die Organisatoren um Präsident Sepp Rüegg auf die Probe.

Mario Testa
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OK-Präsident Sepp Rüegg führt die Silvester-Treichler Märstetten beim Einzug in die Weitsichthalle am Hilarius an. (Bild: Mario Testa (Januar 2015))

OK-Präsident Sepp Rüegg führt die Silvester-Treichler Märstetten beim Einzug in die Weitsichthalle am Hilarius an. (Bild: Mario Testa (Januar 2015))

Mario Testa

mario.testa@thurgauerzeitung.ch

Für das zehnköpfige Organisationskomitee unter der Leitung von Sepp Rüegg stehen die letzten Wochen in der langen Vorbereitungsphase an. Erstmals in ihrer 35-jährigen Geschichte wagen sich die Märstetter Silvester-Treichler an die Organisation und Durchführung eines Grossanlasses. Am 12. Eidg. Scheller- und Trychlertreffen in Meiringen erhielten die Silvester-Treichler Märstetten im Jahr 2014 den Zuschlag für die Durchführung des 13. Treffens vom 2. und 3. September.

Die Ausgangslage war für die Silvester-Treichler Märstetten spannend und aufregend. Vor über vier Jahren wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, welche eine Machtbarkeitsstudie entwickelte und diese anlässlich einer ausserordentlichen Generalversammlung im November 2013 den Vereinsmitgliedern vorstellte. «Spontan beschloss der Grossteil unseres Vereins, sich für diesen einmaligen Grossanlass zu bewerben», erinnert sich OK-Präsident Sepp Rüegg. Eine wichtige Voraussetzung war dabei die positive Zusage für die Mithilfe seitens der Märstetter Vereine. In der Folge reichten die Verantwortlichen der Silvester-Treichler Märstetten das Dossier für die Bewerbung zusammen mit sechs weiteren Bewerbern im März 2014 ein. In jenem Sommer in Meiringen kam es zur mit grosser Spannung erwarteten Vergabe.

Standortentscheid für die Ostschweiz

In der Endausscheidung standen letztlich noch Bremgarten (AG), Einsiedeln (SZ), Turtmann (VS) und Märstetten. «Die Tatsache, dass dieser Anlass letztmals vor 17 Jahren in Wattwil in der Ostschweiz stattfand, muss für diesen sehr knapp ausgefallenen Entscheid ausschlaggebend gewesen sein», mutmasst Rüegg, der schon in Wattwil als OK- Präsident tätig war. «Als 16-Jähriger war ich zusammen mit 15 Kollegen erstmals am Silvester unterwegs mit Treicheln in Goldingen im Kanton St. Gallen. Später standen wir auch Spalier an Hochzeiten und 1989 war ich bei der Gründung der Trichlefründe Moslig dabei», erinnert sich Rüegg. Seit vielen Jahren ist er nun Mitglied der Silvester-Treichler Märstetten.

Unabhängig von der Grösse des Vereins sind es einige wenige Köpfe, die nun das anstehende Eidgenössische verantworten. «Natürlich sind wir auf die Mitarbeit der Dorfvereine angewiesen, denn in der Festwirtschaft benötigen wir 300 Helferinnen und Helfer und für den Auf- und Abbau der gesamten Infrastruktur rechnen wir mit 450 Mann- tagen», sagt der OK-Präsident. Eine besondere Herausforderung wird für die verantwortlichen Organisatoren der Bau einer Strassenbrücke im Bereich der Bahnhofstrasse, welche für den reibungslosen Ablauf des Umzuges wichtig ist. Auf einer Wiese an der Bahnhofstrasse, zwischen Äuliweg und Oberer Äuliweg befindet sich der Festplatz mit dem Festzelt.

Besucher sollen mit guten Erinnerungen heimreisen

«Das Wichtigste für diesen Anlass ist schönes Wetter, ein runder Ablauf und dass die Personalplanung letztlich aufgeht», sagt Sepp Rüegg. Alle Teilnehmenden und Besucher sollen mit guten Erinnerungen ans Fest heimreisen können, und ein positiver Nebeneffekt wäre für die Organisatoren natürlich auch ein guter finanzieller Abschluss.

www.schellertrychler.ch