MÄRSTETTEN: Die Kunst der leisen Klänge

Französische Leichtigkeit brachten die Musikgesellschaft und der Chor aus Ottoberg mit ihrem Konzert in die Weitsicht.

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Musik und Chor spielen vereint am Konzert. (Bild: Barbara Hettich)

Musik und Chor spielen vereint am Konzert. (Bild: Barbara Hettich)

Die Luft ist kalt, die Tage sind kürzer geworden. «Wir werden mit unseren Klängen den farbigen Herbst noch etwas zurückbringen», sagt Hanspeter Brauch­li im Namen der Musikgesellschaft und des Frauen- und Männerchors Ottoberg am Sonntagabend bei der Begrüssung der über 200 Besucher in der Mehrzweckhalle Weitsicht. Französische Leichtigkeit stand auf dem Konzertprogramm, und die Musik eröffnete passend mit dem Marsch «Folies bergères».

Nicht zum ersten Mal haben die Musikgesellschaft unter der Leitung von Suso Stoffel und der Chor unter der Leitung von Karin Bonderer gemeinsam das Herbstkonzert bestritten. Den beiden Vereinen ist es gelungen, mit einer Mischung aus Blasmusik und Gesang ein abwechslungs­reiches Programm auf die Beine zu stellen. Während die Sänge­rinnen und Sänger auf einer musikalischen Reise durch die Schweiz auch mit leisen Tönen zu begeistern wussten, brillierten die Musikanten nach anfänglicher Nervosität mit virtuosem und temperamentvollem Spiel.

Aufstieg zum Montmartre mit dem Akkordeon

Alles zielte auf den Höhepunkt des Abends hin: «Paris Montmartre», arrangiert von Toshio Mashima. Die Musikantinnen und Musikanten wuchsen über sich selbst und zu wahren musikalischen Höhenflügen hinaus: Big-Band-Sound, Soloeinlagen aus den verschiedensten Registern und dazu spielte als Gastsolist ein begnadeter Akkordeonist namens Paolo D’Angelo.

Barbara Hettich

weinfelden@thurgauerzeitung.ch