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MÄRSTETTEN: Abmarsch aus dem Gemeindehaus

Gemeindepräsident Jürg Schumacher gibt sein Amt im Sommer 2019 ab. Der 61-Jährige tritt nach drei Legislaturen nicht mehr zur Wiederwahl an. Eine Findungskommission macht sich nun auf die Nachfolgersuche.
Mario Testa
Gemeindepräsident Jürg Schumacher vor dem Gemeindehaus an der Dorfstrasse. (Bilder: Mario Testa)

Gemeindepräsident Jürg Schumacher vor dem Gemeindehaus an der Dorfstrasse. (Bilder: Mario Testa)

Mario Testa

mario.testa@thurgauerzeitung.ch

Der einzige BPD-Gemeindepräsident in der Geschichte des Thurgaus tritt Ende seiner dritten Legislatur ab. Ab dem 1. Juni 2019 wird also ein neuer Gemeindepräsident oder erstmals eine Gemeindepräsidentin ins Büro an der Dorfstrasse einziehen. Derzeit präsentiert sich der grosse Raum im ehemaligen Schulhaus noch wie eine Berglandschaft. Stapel von Papier lassen erahnen, wie viele Aufgaben Jürg Schumacher bereits erledigt, wie viele bis zu seinem Abgang aber auch noch vor ihm liegen. «Ja, es gibt noch viel zu tun. Aber ich bin stolz darauf, meinem Nachfolger oder meiner Nachfolgerin eine gesunde und gut aufgestellte Gemeinde übergeben zu können, ganz ohne Leichen im Keller», sagt Jürg Schumacher. «Wir haben im Team gute Arbeit geleistet in den vergangenen Jahren.»

Eine neunköpfige Findungskommission kümmert sich nun um die Suche nach Kandidierenden fürs Gemeindepräsidium. Sie besteht aus sechs Männern und drei Frauen, mehrere Parteien und Interessenvertreter sind vertreten: Die Parteien FDP, SVP und CVP, ein Gemeinderat, zwei Unternehmer sowie Vertreter seitens der Kirche, der Schule und der Familien. «Der Gemeinderat hat die Findungskommission bestimmt. Wir hatten 21 Bewerbungen und haben eine möglichst ausgewogene Auswahl getroffen», sagt Schumacher.

Parteien und Gemeinderat finden sich zum Schluss

Bis am 26. Juni hat die Kommission nun Zeit, ihre Wunschkandidaten aus den Bewerbungen für das Gemeindepräsidium auszusuchen (siehe Kasten). Der erste Wahlgang findet dann am 25. November statt. Zufrieden mit der Kommission zeigen sich auch die Präsidenten der Ortsparteien SVP und FDP, auch wenn das Zustandekommen der Gruppe nicht optimal gewesen sei, wie Sepp Rüegg sagt. «Wir waren ursprünglich mit den Ortsparteien SVP, FDP und CVP selbst dran, uns um die Kandidatensuche zu kümmern.» Eine Sitzung, zu der auch Vertreter der weiteren Parteien eingeladen waren, sei bereits geplant gewesen. «Da erst haben wir erfahren, dass der Gemeinderat auch etwas unternimmt. Nach einem Gespräch von uns Parteipräsidenten mit dem Gemeinderat haben wir uns dazu entschieden, dem Gemeinderat den Lead zur Bildung einer Findungskommission zu überlassen.» Man sei mit dieser Methode nun zwar etwas später dran, aber die Kommission, in der er selbst auch Einsitz nimmt, mache gute Arbeit. «Es sind alles Leute mit Ideen und Vorstellungen. An der ersten Sitzung haben sich alle engagiert eingebracht.»

«Wir wären gerne früher dran gewesen»

Auch Jürg Hess ist mit der nun gefundenen Lösung zufrieden. «Immerhin, die Inserate sind jetzt draussen und die Kommission hat die Arbeit aufgenommen», sagt er. Allzu lange hätten die Parteien aber davon ausgehen müssen, dass der Gemeinderat nichts in Sachen Kandidatensuche unternimmt, was bei der aktuellen Ausgangslage gar nicht gut sei. «Angesichts dessen, dass überall im Thurgau neue Gemeindepräsidenten gesucht werden, wären wir gerne früher dran gewesen», sagt Jürg Hess.

Gemeindepräsident Jürg Schumacher ist überzeugt, es sei noch genug Zeit, jetzt gute Kandidaten zu finden. «Immerhin habe ich ja bereits vor drei Jahren bekannt gegeben, dass dies meine letzte Legislatur sei. Interessierte konnten sich also lange genug eine Kandidatur überlegen.» Märstetten sei mit seiner Grösse, von der Struktur und Vielseitigkeit her sicher attraktiv für jemanden, der sich dazu berufen fühlt. Die Wahlkommission hat entschieden, wieder eine 100-Prozent-Stelle fürs Gemeindepräsidium auszuschreiben, inklusive Leitung der Werke.

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