MÄRSTETTEN: 111 legendäre Vereinsjahre

Die Musikgesellschaft hat mit ihrem Publikum an zwei Konzerten eine spannende Zeitreise unternommen.

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Die Musikanten spielen im Look der Blues Brothers. (Bild: Werner Lenzin)

Die Musikanten spielen im Look der Blues Brothers. (Bild: Werner Lenzin)

Die Geschichte der Musikgesellschaft Märstetten begann mit einem wüsten Saufgelage. Das konnte das Publikum an den beiden Konzerten vom Wochenende erfahren. Den roten Faden durch den gut besuchten Konzertabend am Samstag und das Mittagskonzert am Sonntag bildete die Reise durch die 111-jährige Geschichte des Vereins mittels einer Zeitmaschine. Kurt Lauper, alias Lausi, präsentierte eine filmische Chronik der legendären Momente aus der langen Geschichte.

Die Musikgesellschaft zeigte unter der bewährten Leitung von Suso Stoffel die ganze Bandbreite von Blasmusik auf. Passend zum Jubiläum spielten die Märstetter den «111 Jubilee March» von Mario Bürki. Ohrwürmer wie «Ramona», «My Boy Lollipop» und «Rote Lippen soll man küssen» leitet über zu «Udo Jürgens live» und dokumentierten: Die Legende lebt. «Amora» und der Auftritt einer greisen Figur erinnerten an die Auftritte der Majoretten in den 70er-Jahren, und vor den «Blues Brothers in Concert» liessen Filmaufnahmen den Umzug vom Schulhaus Dorf in die Weitsicht wach werden.

Ein Höhepunkt war der Auftritt der Güllelochmatrosen mit der «Amselpolka», die an den Auftritt der mutigen sechs Märstetter Musikanten und ihren Radioauftritt erinnerten. Bürgerpräsident Adrian Heer liess es sich nicht nehmen, Hiläri-Luft in den Saal zu zaubern und einen humorvollen Sketch von Zahnarzt Fridolin Holderegger und Patient Aschi mit dem Marsch «Märstetten 06» anzukündigen. Zum Schluss präsentierte das Orchester das Selbstwahlstück «Funk Attack» für den kommenden Kreismusiktag in Sirnach im Mai.

Werner Lenzin

weinfelden@thurgauerzeitung.ch