Lukas Galli leitet neu den Jugendtreff

ROMANSHORN. Daniel Aemisegger hat die Führung des Romanshorner Jugendtreffs «Neon» Ende August an Lukas Galli übergeben. Der 35-Jährige will bei der Arbeit seines Vorgängers anknüpfen und den Jugendlichen mehr als nur Raum für Begegnungen bieten.

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Ballwechsel im Jugendtreff: Daniel Aemisegger, Stadträtin Aliye Gül, Manuel Gühr und Lukas Galli. (Bild: pd)

Ballwechsel im Jugendtreff: Daniel Aemisegger, Stadträtin Aliye Gül, Manuel Gühr und Lukas Galli. (Bild: pd)

«Natürlich ist heute auch ein bisschen Wehmut dabei», sagte Daniel Aemisegger bei der Übergabe der Schlüssel. Fast drei Jahre war er der Chef im Jugendtreff. In dieser Zeit weist die Statistik 18 472 Besuche aus.

Das gut eingespielte Team im Jugendtreff sei in den letzten Jahren nicht nur zu einem verlässlichen Partner für die Heranwachsenden geworden, sondern habe durch Stabilität auch die Akzeptanz der Eltern gewonnen, betonte Abteilungsleiter Christian Hug.

Steigende Besucherzahlen

Darüber hinaus sei es Aemisegger und seinem Mitarbeiter Manuel Gühr gelungen, mit den Jugendlichen den Treff sanft zu renovieren und umzugestalten, grosse Anlässe wie etwa «Talentshow», «Neonparty» und «Junior Breakdance-Battle» zu etablieren sowie die Öffnungszeiten bedürfnisgerecht anzupassen. Die deutlich gestiegenen Besucherzahlen seien der Lohn für die Anstrengungen, zeigte sich Hug erfreut.

Im vergangenen Jahr stand der Jugendtreff insgesamt 610 Stunden offen. Den grössten Zulauf hatte er im Februar mit 542 Knaben und 80 Mädchen, im Schnitt übers ganze Jahre waren es 6,45 Kinder und Jugendliche pro Stunde. Die Besucherzahlen hängen stark vom Wetter ab.

Erfahrener Nachfolger

Mit Lukas Galli, der aus seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten als Jungwachtleiter, Scharleiter und in der Kantonsleitung der Jubla sowie Lehrer auf Gymnasialstufe sehr viel Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen hat und der weiteren Mitarbeit von Gühr sind die Vorzeichen gemäss den Verantwortlichen gut, dass die positive Entwicklung weitergeht.

Er wolle die jungen Persönlichkeiten und deren Bedürfnisse kennenlernen sowie eine gute Vernetzung pflegen, erklärte Galli. «Ich möchte die Jugendlichen aber auch Teil der Gesellschaft werden lassen und sie auf einem wichtigen Lebensabschnitt begleiten», nimmt sich der Nachfolger des heute in der Berufsbeistandschaft tätigen Aemisegger vor. Der Jugendtreff sei keine Beratungsstelle. «Aber wir haben ein offenes Ohr und sind wachsam», erklären Galli und Gühr, die stundenweise von Desirée Weyermann unterstützt werden.

Die zuständige Stadträtin Aliye Gül, welche den Führungswechsel mit einem Antrittsbesuch verband, hält den Jugendtreff für eine äusserst wichtige Institution. «Ich bin sehr froh, dass wir unseren Jugendlichen das längst nicht in allen Gemeinden selbstverständliche Angebot bieten können und dieses so gut genutzt wird.» (mtb)

Der Romanshorner Jugendtreff «Neon» ist am Mittwoch von 14 bis 19 Uhr, am Donnerstag von 16 bis 19 Uhr, am Freitag von 17 bis 21.30 Uhr und am Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.