Los entscheidet die Wahl

Bei der Ersatzwahl in die Behörde der Schulgemeinde Egnach holten beide Kandidaten gleich viele Stimmen. Mit Glück machte Thomas Kreis das Rennen.

Markus Schoch
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EGNACH. Hätte Pius Wirth nur eine einzige Person mehr an die Urne bewegen können, die seinen Namen auf den Zettel schreibt – er hätte die Wahl gewonnen. So aber verlor er sie.

Wirth und sein Konkurrent um den letzten frei gebliebenen Sitz in der Behörde der Volksschulgemeinde Egnach, Thomas Kreis, holten am Sonntag beide 296 Stimmen. Also musste das Los entscheiden. Und da hatte Kreis das Glück auf seiner Seite.

Ein solch knappes Rennen war nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Im ersten Wahlgang am 18. Oktober schaffte nur Sabrina Wolff-Etter die Hürde des absoluten Mehrs. Kreis lag deutlich darunter knapp vor Wirth (677 gegen 665 Stimmen). Doch damals stand als vierter Kandidat auch Markus Aeschlimann zur Wahl (525), der dann am Sonntag aber nicht mehr antrat. Seinen Wählern empfahl er, Wirth zu unterstützen.

Pro Ringenzeichen geht leer aus

Mit gutem Grund: Wirth und Aeschlimann waren die Kandidaten der IG pro Ringenzeichen, die sich für den Erhalt des kleinen Landschulhauses im gleichnamigen Weiler einsetzt, das die Schulbehörde schliessen wollte. Die Stimmbürger machten ihr aber im letzten November einen Strich durch die Rechnung. Die IG sah sich bestätigt und wollte jetzt in der Behörde Verantwortung übernehmen. Die Stimmen von Aeschlimann gingen aber nicht zu Wirth. Die meisten Schulbürger verloren das Interesse an der Wahl. Vor drei Wochen lag die Stimmbeteiligung noch bei fast 56 Prozent, am letzten Sonntag waren es gerade noch knapp 20 Prozent.

IG Schule im Dorf triumphiert

Künftig sitzen jetzt mit Kreis und Wolf-Etter zwei Vertreter der IG Schule im Dorf in der Egnacher Schulbehörde. Die Vereinigung setzt sich für dezentrale Schulorte und kurze Schulwege ein.