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Logo, Excel, richtiger Mecano

Nach 26 Jahren beim Romanshorner Betula nimmt Präsident Adrian Rieter den Hut. Im Rahmen seiner Arbeit gab es Hochs und Tiefs. Er verhalf dem Verein zu gesunden Finanzen, aber zwei Personen nahmen sich das Leben.
Tanja von Arx
Adrian Rieter arbeitete ein gutes Vierteljahrhundert ehrenamtlich. (Bild: pd)

Adrian Rieter arbeitete ein gutes Vierteljahrhundert ehrenamtlich. (Bild: pd)

ROMANSHORN. «Du, Adrian, häsch churz Ziit?» Diese Frage hörte der Präsident des Romanshorner Vereins Betula in seiner 26jährigen Amtszeit oft. Es waren banale Fragen, Fragen, bei denen er erst einmal schlucken musste, und solche, in denen seine fachlichen Kenntnisse schlicht unabdingbar waren.

Er entwarf den grünen Baum

Am Mittwoch blickte die Mitgliederversammlung anlässlich Adrian Rieters Verabschiedung zurück. Auf Flipcharts zeigten die Leiter, wie er das Logo mit dem grünen Baum und die Corporate Identity mit «Leben, Lernen, Leisten» entwickelt hatte. Auch, wie er den Umgang mit dem Excel zelebrierte, nachdem er als Revisor zur Institution gestossen war – ob für Budgetvorlagen, Jahresrechnung oder andere Auswertungen. «Du warst der Grossvater, der Vater und der Ehemann des Programms.» Auch ein guter «Mecano» half Rieter in schwierigen finanziellen Zeiten, die relevanten Zusammenhänge zu erkennen. Man habe das Wort im Übrigen gegoogelt, sagten die Leiter. Es existiere nicht. Die 50 Anwesenden lachten.

Es gab aber auch weniger gemütliche Momente. «Wir hatten manchmal Schiss.» Während Rieters Amtszeit nahmen sich zwei Betreute das Leben. Man habe nicht gewusst, wie man damit habe umgehen sollen oder welches die Folgen seien. Aber Rieter hörte zu und war da. Er schaute nach vorn.

Nullsumme ist 200 000 Franken

Insgesamt wohnte Adrian Rieter 20 Jahresversammlungen bei, 45 Vorstandssitzungen und 300 Besprechungen. Das alles wäre 200 000 Franken wert, doch Rieter machte seine Arbeit ehrenamtlich. Die Versammlung gab ihm zum Abschied ein Buch, in dem jeder festhielt, was das Betula für ihn bedeutet. Man verdankte ihn mit Applaus.

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