Lob für Schweizer Wasserschutz

Auf Einladung der Arbon Energie AG versammelten sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein in Arbon.

Martin Sinzig
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Arbon-Energie-Präsident Alfred Näf zusammen mit Johann-Martin Rogg und Kurt Rüegg vom Vorstand der AWBR. (Bild: Martin Sinzig)

Arbon-Energie-Präsident Alfred Näf zusammen mit Johann-Martin Rogg und Kurt Rüegg vom Vorstand der AWBR. (Bild: Martin Sinzig)

ARBON. Die Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein (AWBR) ist ein internationaler Zusammenschluss von 72 Wasserversorgungsunternehmen im Einzugsgebiet des Bodensees und des Rheins. Ihre Mitgliedswerke versorgen in diesem Gebiet täglich mehr als 10 Millionen Menschen mit Trinkwasser. An der 44. Jahresversammlung in Arbon wurde heftige Kritik an praxisfernen Grenzwerten einer geplanten EU-Verordnung geäussert.

«Bürokratischer Unsinn»

Darin werden für gewisse Stoffe Grenzwerte ausgewiesen, die bis auf 12 Nullen hinter dem Komma reichen. Solche Werte sind laut AWBR messtechnisch schwierig zu erfassen, geschweige denn zu bekämpfen. «Diese Verordnung hat kaum noch Bezug zu realen Problemen der Wasserwirtschaft», sagt AWBR-Präsident Johann Martin Rogg und spricht von «bürokratischem Unsinn», der nichts zum Gewässerschutz beitrage, womöglich aber viel zur Verunsicherung der Konsumenten. Die AWBR, die seit ihrer Gründung für vorsorgenden Gewässerschutz kämpft und für naturnahe Methoden der Trinkwassererzeugung eintritt, befürwortet grundsätzlich scharfe Vorsorgegrenzwerte, die dem Ziel der Gewässerreinhaltung dienen. Sie lehnt aber gleichzeitig praxisfremde Grenzwerte ab, die ganze Gewässersysteme pauschal abqualifizieren. AWBR-Präsident Johann-Martin Rogg: «Die EU-Bürokraten sollten sich ein Beispiel an der Schweiz nehmen, wie pragmatische Vorsorgepolitik im Gewässerschutz gehen kann und zu guten Ergebnissen führt.» Die Schweiz hat ein nationales Kläranlagenprogramm aufgelegt, mit dem der Eintrag unerwünschter Stoffe in die Gewässer gezielt bekämpft und in dem festgelegte Qualitätsziele angestrebt werden.

Besuch bei Trunz Water Systems

Für die über 70 Teilnehmer der AWBR-Konferenz hatte die Arbon Energie ein passendes Rahmenprogramm organisiert. Auf die Jahresversammlung im Landenbergsaal folgte die Besichtigung der Wasseraufbereitungsanlage der Firma Trunz AG in Steinach.

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