Lisa Raduner kann übernehmen

GOTTLIEBEN. Die kleinste Gemeinde des Kantons Thurgau wählt zum zweiten Mal in Folge eine Frau an ihre Spitze. Lisa Raduner löst als Gottlieber Gemeindepräsidentin die bisherige Frau Gemeindeammann Rosmarie Obergfell ab.

Urs Brüschweiler
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Lisa Raduner ist ab dem 1. Juni neue Gemeindepräsidentin des Dorfes am Seerhein. (Bild: Reto Martin)

Lisa Raduner ist ab dem 1. Juni neue Gemeindepräsidentin des Dorfes am Seerhein. (Bild: Reto Martin)

«Jede andere Gemeinde wäre neidisch.» Die abtretende Frau Gemeindeammann freute sich über die hohe Stimmbeteiligung von 29 Prozent an der Gemeindeversammlung am Dienstag. 44 Stimmberechtigte kamen ins Gottlieber Gemeindehaus. Der Gemeinderat war neu zu bestellen. Rosmarie Obergfell kandidierte nicht für eine weitere Amtszeit als Gemeindeoberhaupt. Dafür stellte sich Gemeinderätin Lisa Raduner zur Verfügung. Mit 34 Stimmen wurde sie klar gewählt, erhielt Küsschen und einen Blumenstrauss. «Ich danke für das Vertrauen und nehme die Wahl an», sagte sie. Die Gemeinde spendete ihr viel Applaus.

Rosmarie Obergfell bleibt als einfaches Mitglied im Gemeinderat. Sie erhielt 38 Stimmen. Die beiden Bisherigen Andreas Lampel und Peter Rüegg wurden wiedergewählt mit 40 beziehungsweise 39 Stimmen. Für den zurückgetretenen Raymond Kronig stellte sich Paul Keller zur Verfügung. Er erzielte mit 42 Stimmen sogar das beste Resultat. Der 57-Jährige wird sich in zwei Jahren pensionieren lassen und stünde dann bei Bedarf auch als Gemeindepräsident zur Verfügung. Fix abgemacht oder terminiert sei diese Nachfolgeregelung aber noch keineswegs, meinten die Beteiligten.

Paul Keller Neugewählter Gemeinderat von Gottlieben (Bild: Martin Bächer)

Paul Keller Neugewählter Gemeinderat von Gottlieben (Bild: Martin Bächer)

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