LIPPERSWIL: Sie wollen Kindern Kraft geben

Die Bikers Against Child Abuse (B.A.C.A.) – Biker gegen Kindesmissbrauch – wollen den kleinen Opfern wieder ein angstfreies Leben ermöglichen. Im Conny-Land machten die Töfffahrer am Samstag auf ihre Anliegen aufmerksam.

Manuela Olgiati
Merken
Drucken
Teilen
Mitglieder des Motorradclubs Bikers Against Child Abuse – Motorradfahrer gegen Kindesmissbrauch – bei ihrer Ankunft am Samstag in Lipperswil. (Bild: Reto Martin)

Mitglieder des Motorradclubs Bikers Against Child Abuse – Motorradfahrer gegen Kindesmissbrauch – bei ihrer Ankunft am Samstag in Lipperswil. (Bild: Reto Martin)

LIPPERSWIL. Im Conny-Land vergnügen sich am Samstagnachmittag viele Familien. Da tauchen plötzlich über 40 schwere Motorräder auf. Es sind die Bikers Against Child Abuse (B.A.C.A.) vom Ten Lakes Chapter – den Bikern gegen Kindesmissbrauch. Kraftvoll machen die Behüter der Kinder, wie sie sich auch nennen, auf ihre Anliegen aufmerksam.

Die Biker stehen für missbrauchte Kinder ein, sie geben ihnen durch ihre Präsenz Kraft für ein gesundes Selbstbewusstsein sowie auch den Mut, vor Gericht auszusagen. Im Conny-Land stellten die Biker aus Zürich, dem Thurgau, aus Schaffhausen und der Romandie einen Stand auf. Eltern und Kinder konnten sich informieren und Fragen stellen.

Rundfahrt ins Conny-Land

Die Biker starteten beim Flughafen Speck im Zürcher Oberland. Der Corso führte über das Appenzellerland nach Arbon mit dem Conny-Land als Ziel. Dort drehten sie Ehrenrunden und parkierten ihre Töffs vor dem Eingang. Diese Biker zeigten nicht nur am Samstag viel Herz: Sie helfen Kindern, dabei treten sie nur mit dem Road-Namen auf. Die Treffen sind mindestens einmal monatlich. Der Verein lehnt Gewalt jeder Art ab. B.A.C.A. ist ein gemeinnütziger Verein, der mit lokalen Kinderschutzorganisationen, Schulen und Behörden zusammenarbeitet. Biker gegen Kindesmissbrauch wurde in den USA vor 20 Jahren als Verein gegründet, es schliessen sich immer mehr Rocker auf der ganzen Welt an.

80 Mitglieder in der Schweiz

In der Schweiz gibt es B.A.C.A. seit 2014, die Organisation zählt bereits 80 Mitglieder. Wer mit missbrauchten Kindern arbeitet, trägt eine hohe Verantwortung. Nicht jeder kann Mitglied werden. Interessenten müssen einen Strafregisterauszug und den Sonderstrafregisterauszug bringen. Der gemeinnützige Verein finanziert sich durch Spenden von Privaten und Firmen. Das Geld werde aber nicht für Benzin ausgegeben, sondern nur für die Kinder, den Teddy, die Weste oder für eine Therapie, sagt Bikerin Smiley.

www.switzerland.bacaworld.org