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Lieder und Schlafsack im Gepäck

KREUZLINGEN. Manfred Fries alias Dä Brüeder vom Heinz startet heute Mittwoch in Kreuzlingen zu einer besonderen Velotour durch die Ostschweiz. Überall, wo es Sinn macht, wird er seine Songs vom Album «Marroniherz» zum besten geben.
Nicole D'orazio
Manfred Fries ist bereit, mit seiner Gitarre, dem Velo und Anhänger durch die Ostschweiz zu tingeln. (Bild: pd)

Manfred Fries ist bereit, mit seiner Gitarre, dem Velo und Anhänger durch die Ostschweiz zu tingeln. (Bild: pd)

Das Velo ist aufgepumpt und der Anhänger beladen. Manfred Fries ist bereit für seine Velotour quer durch die Ostschweiz. «Das ist ein alter Wunsch von mir, einmal Strassenmusik zu machen», sagt er. Als Dä Brüeder vom Heinz hat er im April das Album «Marroniherz» mit Mundart-Popsongs veröffentlicht. Nun möchte er sie den Leuten vorspielen. «Jetzt ist der richtige Zeitpunkt», sagt der 56-Jährige. Seine Stelle im Asylwesen hat er gekündigt und möchte sich nun eine Weile ganz auf seine Musik konzentrieren. «Mir ist schon klar, dass ich später wieder einen Job suchen muss, doch ich möchte das nun ausprobieren.»

Er sei gespannt, was ihn erwartet. Denn er nimmt die Velotour ohne einen Franken in Angriff. Im Gepäck hat er nur seine Gitarre, einen Verstärker, ein Zelt, den Schlafsack und Kleidung. «Das ist für mich ein Abenteuer. Ich werde sehen, ob mir die Leute für meine Lieder ein Trinkgeld geben oder nicht.» Sonst werde es hart, sagt er und lacht.

Er führte das Musiquarium

Seine Tour startet er heute in Kreuzlingen. Im Autoscooter seines Bruders Heinz. Dieser steht derzeit am Kreuzlinger Hafen für das Seenachtfest. «Wir sind eine Schaustellerfamilie», erzählt Fries. «Wir sind oft umgezogen, hatten aber immer einen festen Wohnsitz.» Von Altnau sei er nach Kreuzlingen in die Lehre gegangen. 1984 hat er das Musiquarium, einen Musik- und Comic-Laden, eröffnet. «Ich führte den Laden 20 Jahre lang, bis sich das Geschäft nicht mehr gelohnt hat», erzählt er.

Musik hat ihn schon immer begeistert. «In der Schule habe ich in Bands Gitarre gespielt oder gesungen.» Doch dann sei auf einmal die Luft raus gewesen. «Zwölf Jahre lang habe ich pausiert.» An einem Konzert des Singer-Songwriters Ray Wilson habe es ihn allerdings wieder gepackt, und er habe wieder angefangen, Songs zu schreiben. «Aber nicht mehr auf Englisch, das passte irgendwie nicht mehr. Ich wollte, dass alle verstehen, was ich zu erzählen habe. Deswegen singe ich nun in Mundart.» Die verschiedenen Titel hat er für sein Album professionell arrangieren lassen und ist vom Ergebnis begeistert. «Irgendwann möchte ich mal ein richtiges Konzert geben. Vielleicht noch dieses Jahr, sonst eben im nächsten.» Denn nun steht zuerst seine Solotour an.

Freund kam auf den Namen

Dä Brüeder vom Heinz ist ein besonderer und lustiger Name. «Ich habe über ein Jahr nach einem passenden Künstlernamen gesucht. Irgendwann hat ihn Freund Roman aus Jux vorgeschlagen.» Er finde ihn super, und auch von den Leuten erhalte er sehr gute Reaktionen. «Mein Bruder Heinz findet es auch lustig, er musste sich aber zuerst daran gewöhnen.» Denn die Leute wollen natürlich auch wissen, wer er sei.

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