Liebesirrungen im Rockgewand

KREUZLINGEN. Eine überzeugende Premiere gab die Kreuzlinger Sängerin Nathalie Weider mit ihrer neuen Band im gutbesuchten Z88.

Thomas Zoch
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Nathalie Weider überzeugte mit ihrer neuen Band im Kreuzlinger Z88. (Bild: zo)

Nathalie Weider überzeugte mit ihrer neuen Band im Kreuzlinger Z88. (Bild: zo)

Musik macht sie schon etliche Jahre, die junge Kreuzlinger Sängerin Nathalie Weider. Doch nun hat sie eine neue Band gefunden, die ihre gefühlvollen, eingängigen Lieder mit hochdeutschen Texten in ein passendes poppig-rockiges Gewand hüllen. Im Mittelpunkt steht natürlich Nathalie Weider mit ihrer klaren, kraftvollen Stimme. Ganz in Schwarz betrat sie die Bühne im Z88 und gab dort nicht nur stimmlich, sondern auch mit ihrer Präsenz den Ton an.

Die neue Gruppe um sie harmonierte prächtig und lieferte den professionellen Rahmen für ein gelungenes Konzert. Albert «Al G.» Geisser (Lead-Gitarre), Patrik Good (Rhythmusgitarre, Backgroundvocals) und Pogo Good (Piano, Orgel) absolvierten den melodischen Part gekonnt, für das stabil groovende Rhythmusgerüst sorgten Dani Hösli (Bass) und Adi Straub (Drums) mit sattem Sound.

Im Stil der Grossen

Hauptsächlich Songs des aktuellen Albums «Eigentlich nicht» standen auf dem 90minütigen Programm. Zwischendurch bot man aber auch gelungene Coverversionen von Deutschpop-Grössen: «Das Beste» von Silbermond, «Vollmond» von Nena, «Liebt sie Dich so wie ich» von Christina Stürmer, «Bastard» von Rosenstolz oder «Ich atme ein» von Roger Cicero.

Es spricht für Nathalie Weider und ihre neue Band, dass die eigenen Stücke in diesem prominenten Kontext absolut bestehen können. Lieder wie «Minestrone», «Himmel & Hölle» oder auch «Eigentlich nicht» müssen den Vergleich mit den genannten Grössen nicht scheuen. Meist sind es Songs über die Irrungen und Verwirrungen der Liebe, die textlich und musikalisch abwechslungsreich aufbereitet werden.

«Gesamtpaket stimmt»

Die rund 60 Besucher im Z88 wurden nicht enttäuscht. Sie bildeten ein aufmerksames Publikum, das auch ruhigere Momente – wie den Akustikpart mit Gitarrist «Al G.» vor der Bühne – still verfolgte, aber dennoch nicht mit Applaus sparte.

«Sehr gut» fand es ein Besucher aus Kreuzlingen: «Das ist eine starke Frontfrau mit einer starken Band», da stimme das Gesamtpaket. Die Musik und der Sound hätten ihn überzeugt. «Super» urteilte auch ein anderer Besucher aus Kreuzlingen.

Es seien «kritische, gute Lieder», meinte er. Auch die Choreographie habe ihm gefallen.

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