Lieber später als nie

Am Montag hat das Warten ein Ende: Die Primarschule Weinfelden kann endlich den langersehnten Spatenstich für das Schulhaus im Westen ausführen. Eine Beschwerde beim Verwaltungsgericht hatte das Ereignis um Monate verzögert.

Esther Simon
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Ansicht des Schulhauses, das die Primarschule Weinfelden im Westen des Dorfes baut und das den Namen Elisabetha Hess tragen wird. (Bild: pd)

Ansicht des Schulhauses, das die Primarschule Weinfelden im Westen des Dorfes baut und das den Namen Elisabetha Hess tragen wird. (Bild: pd)

WEINFELDEN. Natürlich konnte die Beschwerdeführerin an das Verwaltungsgericht gelangen, weil sie mit der Vergabe des Totalunternehmers nicht einverstanden war. Das war ihr gutes Recht. Aber das ganze juristische Verfahren bedeutete für die Primarschule doch, dass sie den Spatenstich für das Primarschulzentrum mit Turnhalle um Monate verschieben musste. Am nächsten Montag aber findet der Spatenstich statt.

Kredit überschritten

An der Versammlung der Primarschulgemeinde Weinfelden vom 24. Juni legt die Behörde die Projektierungskosten für das Primarschulzentrum «Elisabetha Hess» vor. Die Projektierung konnte Ende 2014 abgeschlossen werden.

Für den Projektwettbewerb, die Detailprojektierung, den Landerwerb und die Realisierung des Neubaus bewilligten Schulbürgerinnen und Schulbürger bis Ende des vergangenen Jahres 28,7 Millionen Franken. Die Projektierung war mit 950 000 Franken veranschlagt worden; in der Abrechnung von Ende des vergangenen Jahres erscheinen aber 1,011 Millionen Franken, was einer Kreditüberschreitung von 6,4 Prozent entspricht.

Zusätzliche Sondierungen

Weniger hoch ausgefallen als erwartet sind hingegen die Kosten des Projektwettbewerbes, wie aus der Darstellung in der Botschaft hervorgeht. «Die Kreditüberschreitung hat mit zusätzlichen Aufwendungen für Sondierungen des Baugrundes zu tun», sagt Primarschulpräsident Thomas Wieland. «Es gab zusätzliche Abklärungen durch Geologen. Aber sonst sind wir jetzt mit dem Schulhaus wieder voll im Plan.»

An den Versammlungen von Sekundar- und Primarschule Weinfelden, die am 24. Juni nacheinander im Rathaus stattfinden, legen die Behörde auch die Rechnungen 2014 beider Institutionen vor. Beide Rechnungen schliessen mit komfortablen Überschüssen ab (siehe Kasten).

Hohes Eigenkapital

«Uns geht es wirklich gut», sagt Sekundarschulpräsident Beat Gähwiler. Der über Erwarten gute Abschluss erlaubt der Sekundarschule, mit einem Teil des Gewinns die Turnhalle Pestalozzi auf einen Franken abzuschreiben und den Rest dem Eigenkapital zuzuschlagen. Wenn die Versammlung vom 24. Juni der Gewinnverteilung zustimmt, beträgt das Eigenkapital der Sekundarschule neu 5,4 Millionen Franken.

Die Weinfelder Primarschule ihrerseits will ihren vollumfänglichen Gewinn aus dem Jahr 2014 mit dem Eigenkapital verrechnen. Dieses würde dann neu 8,7 Millionen Franken betragen. «Das ist ebenfalls ein gutes Eigenkapital», sagt Primarschulpräsident Thomas Wieland, «und sicher wertvoll im Hinblick auf die Investitionen der kommenden Jahre.»

Beat Gähwiler Präsident der Sekundarschule Weinfelden (Archivbild: pd)

Beat Gähwiler Präsident der Sekundarschule Weinfelden (Archivbild: pd)

Thomas Wieland Präsident der Primarschule Weinfelden (Archivbild: Esther Simon)

Thomas Wieland Präsident der Primarschule Weinfelden (Archivbild: Esther Simon)