Lichtermeer in der Dunkelheit des Dorfes

Vielfältig und voller Ideenreichtum waren die Lichter der Märstetter Primarschüler in der Bochselnacht.

Werner Lenzin
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Die Märstetter Schüler mit ihren Bochsellichtern. (Bild: Werner Lenzin)

Die Märstetter Schüler mit ihren Bochsellichtern. (Bild: Werner Lenzin)

MÄRSTETTEN. Am Morgen hatten die Mittelstufenschüler die Rüben ausgehöhlt in die Schule gebracht, wo sie in der Klasse mit viel Ideen und Begeisterung mit verschiedensten Sujets verziert wurden. Die Unterstufenschüler bereiteten in der Schule ihre Bochsellichter für den Räbeliechtliumzug vor.

Immer am frühen Abend am letzten Donnerstag in der ganzen Woche vor Weihnachten geht in Märstetten die Strassenbeleuchtung aus. Der Grund dafür ist die Bochselnacht mit ihrer verschieden ausgelegten geschichtlichen Deutung. Punkt 19 Uhr ziehen die Mädchen und Buben von je einer Mittel- und Unterstufenklasse in drei Gruppen mit ihren Bochsellichtern und lautstark unterstützt durch die mitgetragenen Kuhglocken durchs Dorf.

Danach versammeln sich alle Schüler, Eltern, Angehörigen und Bewohner beim weihnachtlich geschmückten Dorfbrunnen. Schulleiter Michael Frischknecht legte diesmal seine Gedanken auf die Geschichte der vier Kerzen «Frieden», «Glauben», «Liebe» und «Hoffnung». Auf dem Weg zum Dorfplatz sei praktisch keine Kerzen erloschen. Man könne den Faden jetzt selber weiterspinnen, in welcher feudalen Situation sich die Primarschule Märstetten befinde, so der Schulleiter.